What might it mean to ‘dig where you stand’?
Ein Vortrag und Gespräch mit Maria Lind19.00-21.00
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für Kinder und Erwachsene
auf Englisch
Das Kiruna Art Museum ist eines der nördlichsten Kunstmuseen der Welt. Es befindet sich in Giron/Kiruna, Schweden, nur 200 Kilometer nördlich des Polarkreises. Es liegt in der Heimat der Sámi, Sápmi, und in der Nähe des weltweit größten Untertagebergwerks LKAB, wodurch es zu einem Ort wird, an dem die Klimakrise besonders spürbar ist.
In diesem Vortrag wird die Direktorin des Museums Maria Lind das von dem gleichnamigen Buch des Schriftstellers Sven Lindquist aus dem Jahr 1978 über Bürgerforschung inspirierte Konzept „digging where you stand“ (Grabe, wo du stehst) erörtern. Im Verlauf des Vortrags wird sie lokale, regionale, nationale und internationale Aspekte miteinander verknüpfen. Mit dem Ziel, „the generous edge“ (der großzügige Rand) zu sein, arbeitet das Museum auf großzügige Weise mit komplexer und anspruchsvoller Kunst. Dabei ist es kunstzentriert und bezieht vielfältige Formen der Vermittlung und Zusammenarbeit mit ein. Das Programm des Museums folgt drei losen thematischen Linien: ‘Die kritische Zone’, ‘Hand, Herz und Hirn’ sowie ‘Frauen im Norden’. Im Mittelpunkt dieses Programms stehen samische Künstler*innen und Duojarat, also Kunsthandwerker*innen. Lind wird auch darauf eingehen, wie die Sammlung des Museums durch programmbegleitende Ankäufe wächst.
Im Anschluss findet ein Gespräch zwischen Lind und Antonia Alampi, der Direktorin der Spore Initiative, statt. Sie werden Fragen zu den sich abzeichnenden Rollen von unterschiedlichen Praktiken des Sammelns, zu den Beziehungen zwischen Kunstwerken und den Gemeinschaften, die sie inspiriert oder hervorgebracht haben, und zur Rolle der Sammlung als Archiv für das Programm einer Institution besprechen.