So Far, So Near: Entangled Struggles, Fragile Connections
Workshops, performative Formate, Gespräche und ein Solidaritätsbasar12.00-21.00
Termin speichern
für Erwachsene
auf Englisch
Manchmal beginnen die Räume, mit denen wir uns verbunden fühlen, sich uns zu entfremden. Sie werden uns fremd und unnahbar. Umgekehrt kann das, was uns durch überlieferte Erzählungen oder deren Fehlen fern erscheint, in Wahrheit viel näher sein. So Far, So Near beschäftigt sich mit dem, was wir wahrnehmen, und dem, was uns verborgen bleibt; mit dem, womit wir uns auseinandersetzen, und dem, wovon wir uns abwenden.
Ausgehend von Russlands anhaltender groß angelegter Invasion der Ukraine entsteht So Far, So Near aus der Spannung zwischen Distanz und Nähe. Das Programm setzt sich damit auseinander, wie Kämpfe miteinander verbunden sind und wahrgenommen werden – nicht nur über Grenzen hinweg, sondern auch innerhalb von Strukturen selektiver Aufmerksamkeit und Anerkennung.
Es basiert auf Fragen: Inwiefern überschneidet sich der Widerstand des ukrainischen Volkes mit umfassenderen Bemühungen, imperialer Herrschaft, autoritären Kräften und kolonialer Hartnäckigkeit entgegenzuwirken? Was wird möglich, wenn wir nach unscheinbaren Verbindungen suchen?
Das Programm bietet eine Perspektive, durch die wir die Verbindungen zwischen Kontexten erkunden können, die oft isoliert behandelt oder gegeneinander ausgespielt werden, zum Schweigen gebracht oder übersehen werden. Anstatt Kämpfe auf vereinfachte geopolitische Rahmen zu reduzieren, erkennt das Programm sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede an und schafft Raum für spezifische Kontexte und Erfahrungen. Es vertieft unser Verständnis dafür, dass verschiedene Formen des Imperialismus, des Kolonialismus und anderer Unterdrückungssysteme eng miteinander verwoben sind – ebenso wie die Kämpfe, die sich ihnen widersetzen.
13 – 15 Uhr | Performativer Workshop
TALBINAH OF BELONGING: KÖRPER UND SEELE NÄHREN
13 – 15 Uhr | Workshop
OUR STORY ARRIVES BEFORE THE LANGUAGE
15 – 21 Uhr | Offener Raum
16.30 – 17 Uhr | Performative Intervention
SECHZEHN SPEICHEN IM MAI – EIN ROMA-RAD DER ERINNERUNG UND DES WIDERSTANDS
17.30 – 19.30 Uhr | Gespräch
(UN)SICHTBARE VERBINDUNGEN: SOLIDARITÄT ÜBER VERSCHIEDENE BEWEGUNGEN HINWEG
20 – 20.30 Uhr | Prozession
Menschen mit offenem Geist und offenem Herzen sind eingeladen, aufmerksam zuzuhören, sich auszutauschen, zu (de-)lernen und gemeinsam emanzipatorische Praktiken der Fürsorge, Erinnerung und des Widerstands zu gestalten. Aus einer Haltung der Trauer und Demut heraus würdigt das Programm die fragilen, aber lebenswichtigen Möglichkeiten der Solidarität.
Text verfasst vom Veranstaltungsteam.
Zu den Mitwirkenden gehören Rita Adel Mohammad, Maia Barkaia, Uta P. Bekaia, Philip Obaji Jr., Umtata, Robin Yassin-Kassab, Variable Name, Salah Zater und eine größere Gruppe weiterer Mitwirkender.
Kuratiert von Tanja Sokolnykova, Natalya Stupka und Mariia Vorotilina.