Saira Tuquerrez

Unsere Erzählungen von der Welt sind gesättigt mit Dystopien, Untergang und Erschöpfung. Sie hemmen uns und geben die Aufmerksamkeit denen, die von unserer Vorstellungslosigkeit profitieren. Visionen entwerfen bedeutet, den Blick bewusst dorthin zu lenken, wo Möglichkeiten entstehen: in den Zwischenräumen, in den Rissen, hinter dem, was als unvermeidbar gilt. Gerade im Angesicht der Grausamkeit brauchen wir das.

 

Das Intag-Tal in Ecuador ist so ein Riss. Eine reale Utopie, kein Gedankenexperiment, sondern ein Ort mit echten Menschen, echten Konflikten und echtem Widerstand. Seit Jahrzehnten trotzen sie dort den Giganten des Kapitalismus, schützen ihren Nebelwald und beweisen, dass eine andere Ordnung möglich ist: hier, jetzt, in der Wirklichkeit.

 

TEIL 1:

Die Kraft der Imagination (Lecture-Performance)

Die Futuristin Ouassima Laabich, die Klima-Aktivistin Tonny Nowshin und die Autorin Elisabeth Weydt verweben politische Analyse mit originalen Soundscapes sowie Videoaufnahmen aus dem ecuadorianischen Nebelregenwald und schaffen somit eine Atmosphäre, in der die Grenzen zwischen Theorie und Erlebnis verschwimmen.

 

Die Veranstaltung findet auf Englisch mit deutscher Übersetzung statt.

 

Wenn du dich näher mit diesem Thema befassen möchtest, findet am nächsten Tag ein Workshop zum Thema Vorstellungskraft als Form des Widerstands statt. Dort wirst du gemeinsam mit Ouassima Laabich deine ganz persönliche Utopie im Nebelwald erkunden.

 

Credit Foto: Maria Sturm