Our Story Arrives Before the Language
Workshop13.00-15.00
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für Erwachsene
auf Englisch/Ukrainisch
In diesem multisensorischen, partizipativen Workshop wird der Körper als Ort der Erinnerung, der Transformation und des spekulativen Werdens durch die taktile Auseinandersetzung mit Ton erkundet. Ausgehend von historischen und persönlichen Erfahrungen betrachtet der Workshop den Körper als durchlässige, relationale Entität, die durch den Kontakt mit ihrer Umgebung und anderen beeinflusst wird.
Die Teilnehmer*innen sind eingeladen, sich durch Berührung, Wiederholung und Gestik mit Ton auseinanderzusetzen – einem reaktionsfreudigen Material, das Druck aufnimmt und Spuren bewahrt. Dieser Prozess aktiviert nicht-visuelle Wahrnehmungsweisen und ermöglicht alternative Wege, um körperliche Erfahrungen zu erfassen und abzubilden. Der Workshop konzentriert sich auf die Schaffung von Übergangsformen, die aus der Interaktion zwischen Erinnerung, Vorstellungskraft und dem Widerstand des Materials entstehen.
Eine angeleitete spekulative Erzählung begleitet diesen Prozess und ermutigt Teilnehmer*innen, den Körper neu zu denken: als etwas, das sich ausdehnen, fragmentieren, mit nicht-menschlichen Elementen verschmelzen oder sich an veränderte Bedingungen anpassen kann – jenseits seiner vorgegebenen Grenzen. Diese Erzählungen entfalten sich im kreativen Prozess und übersetzen persönliche und kollektive Erfahrungen in Texturen und Formen.
Der Workshop schafft eine gemeinsame sensorische Umgebung, in der sich individuelle Praktiken überschneiden und Raum für kollektive Abstimmung und Austausch entsteht. Tonobjekte dienen als vorübergehende Repräsentationen dieser Prozesse und fangen die Spannungen zwischen Vergangenheit und Zukunft, Präsenz und Abwesenheit ein.
Der Workshop steht Teilnehmer*innen mit unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen offen und bietet die Gelegenheit, Verkörperung durch materielle und sensorische Erkundung neu zu überdenken. Er betrachtet den Körper als ein sich entwickelndes System, das durch gelebte Erfahrung und spekulative Vorstellungskraft geprägt wird.
Nach dem Workshop steht den Teilnehmer*innen beider Sitzungen ein ruhiger gemeinsamer Raum zur Verfügung. Dieser ist von 15:00 bis 16:00 Uhr geöffnet und bietet bei Bedarf Zeit, um Erfahrungen zu verarbeiten und auszutauschen.