Sie bewegen sich gemeinsam als lebendiges Ritual durch den Raum, wobei die Kostüme als zeremonielle Objekte, die die Darsteller*innen zu Träger*innen von Erinnerung und Mythos machen, fungieren. Ausgehend von rituellen Traditionen des Kaukasus macht die Performance die Prozession wieder zu einem spirituellen und politischen Akt – zu einer kollektiven Bewegung durch Geschichte, Trauer und Widerstand. Im Kontext dekolonialer und antiimperialistischer Kämpfe reflektiert die Performance, wie sich Körper versammeln, überdauern und gemeinsam voranschreiten. Die Prozession wird zu einem Raum gemeinsamer Präsenz, in dem die Archetypen keine feststehenden Symbole sind, sondern sich wandelnde Kräfte, die von gelebter Erfahrung und kollektivem Gedächtnis geprägt sind.