Aufbauend auf dieser Idee werden wir mit kreativen Praktiken wie Assemblage und Bricolage experimentieren. Wir greifen dabei auf das Konzept des „wilden Denkens“ zurück, das erstmals von Claude Lévi-Strauss beschrieben und von Gerd E. Schäfer als autonome Form des ästhetischen Denkens weiterentwickelt wurde. Der Fokus liegt nicht auf geplanter Konstruktion, sondern auf improvisierten, materialgeführten Prozessen. Die Teilnehmenden sammeln, kombinieren und setzen Fragmente neu zusammen, wodurch neue ästhetische Formen entstehen und gleichzeitig eine Wertschätzung für Unvollkommenheit entsteht.

 

Dabei entstehen im Tun eigene ästhetische Ordnungen und eine Wertschätzung für das Unvollkommene. „Wildes Basteln“ wird so zu einem Prozess des forschenden, ästhetischen Denkens: Das Material selbst gibt Impulse, Ideen entstehen im Tun, und Erkenntnis entwickelt sich im experimentellen Umgang mit dem Vorgefundenen.

 

Diese Haltung eröffnet neue Zugänge, um mit Kindern und Jugendlichen offen und erfahrungsbezogen zu arbeiten.

 

Elisa Bauer leitet den Workshop in Zusammenarbeit mit Mariela Nagle.

 

Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Bitte melde dich per E-Mail unter info@spore-initiative.org an. (Bitte gib in der Betreffzeile „Interesse an Bilderbuchreise“ an.)

 

Der Workshop findet auf Deutsch statt.