Dieser Trend, der auch in der Annexion der Krim durch Russland und der Siedlungspolitik Israels sichtbar wird, offenbart einen Wandel von rechtlich getarntem Expansionismus zu offener Landnahme. Dies geschieht unter Verletzung verschiedener Formen der Souveränität: darunter staatliche Souveränität, Indigene Souveränität und Ernährungssouveränität. Dieses Muster wirft dringende Fragen hinsichtlich der Möglichkeiten und Grenzen des Völkerrechts und der Menschenrechte auf, sich gegen diese verschiedenen Formen der Landenteignung zu schützen.  

 

Dieser Workshop befasst sich damit, wie rechtliche, wirtschaftliche und geopolitische Kräfte in verschiedenen Prozessen der Landenteignung zusammenwirken. Wir nehmen Konstellationen zwischen staatlicher und unternehmerischer Macht in den  Blick , und zeigen auch Widerstandsbewegungen auf. Ziel ist es, herauszufinden, wie das Recht genutzt werden kann––aber möglicherweise auch neu gedacht werden muss, um das Recht der Völker auf Selbstbestimmung, Gemeinschaftsrechte und öffentliche Güter angesichts zunehmender struktureller Gewalt zu schützen.