Woran erinnern die Bilder? Argentinien: 50 Jahre nach dem Militärputsch
Ein Dialog über Archive und Erinnerungen – Filmvorführung, Performance, Lesung und Gespräch17.30-19.30
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für Kinder ab 14 Jahren und Erwachsene
auf Deutsch/auf Spanisch
Das Programm dieses Abends befasst sich mit den Erinnerungen an die Zeit der Militärdiktatur in Argentinien und richtet sich an die spanischsprachige Community Berlins sowie an alle, die sich für die Schnittstellen zwischen Kunst, Archivierungspraxis und Erinnerungskultur interessieren. Wir laden alle herzlich ein, die sich mit Themen wie Migration, Exil und der Rolle von Bildern bei der Gestaltung von Erinnerung sowie der Förderung von Gerechtigkeit in Lateinamerika beschäftigen.
Ablauf
Einführung durch Ezequiel Monteros, 5–10 Min.
Screening von UNFORGETTABLE von Fernanda Ortiz, ca. 20 Min.
UNFORGETTABLE verwandelt Bewegungsspuren in ein szenisches Archiv persönlicher und politischer Migrationserfahrungen.Ursprünglich als Bühnenstück konzipiert, entstand der gleichnamige Film während der Pandemie als ein Dokument dafür, wie Erinnerungen sich über nationale Grenzen hinweg verschieben und neu formen.
Künstler*innengespräch mit Fernanda Ortiz, ca. 20 Min.
Pause, 15 Min.
Präsentation des Archivo Hasenberg-Quartett mit einer Lesung von Malen Zapata, ca 10 Min.
Visuelle Dokumentation von Widerstand und kollektiven Kämpfen anhand von Fotografien argentinischer Reporter*innen.
Screening von Was erinnern Bilder?, einer Videoarbeit von Ezequiel Monteros, 20 Min.
Diese Arbeit ist eine audiovisuelle Untersuchung von Bildern des kollektiven Gedächtnisses.
Lesung mit Texten von Mariana Eva Perez, Ligia Liberatori, Maria Esther Alonso, Malen Zapata, 15 Min.
„Grabando Memoria“ – partizipative Linolschnitt-Aktion
Zur Erforschung des kollektiven Gedächtnisses. Die Teilnehmer*innen können frei an Platten arbeiten und Drucke auf Papier oder Stoff anfertigen. Basierend auf der Arbeit mit Linoleum lädt die Aktivität die Teilnehmer dazu ein, über Erinnerung als kollektiven, aktiven Prozess nachzudenken.
Gespräch und Fragerunde mit den Künstler*innen
Im Geiste der Spore Initiative betrachten wir kulturelle Aktivierung als einen Akt der sozialen Gerechtigkeit. In einem von Migration geprägten Berlin ist die Arbeit am kollektiven Gedächtnis unerlässlich, um die Unsichtbarkeit von durch Migration geprägten Biografien zu überwinden. An diesem Abend möchten wir das Archiv als dynamischen Raum vorstellen und Migration als transformativen Prozess thematisieren. Gemeinsam werden wir untersuchen, wie die Rekonstruktion von Erinnerung durch Bilder zu einer gerechteren und inklusiveren Erinnerungskultur beitragen kann.
Text verfasst vom Veranstalter