Subkontinental
Südasiatische Filmwoche – Filmvorführungen, Gespräche und Speisen18.00-23.00
17.00-21.30
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für Erwachsene
auf Englisch/mehrsprachig
Diese unabhängige Plattform für südasiatisches Kino setzt sich mit dominanten Darstellungsweisen auseinander, hinterfragt gängige Annahmen und eröffnet Räume für vertiefte, differenzierte Perspektiven auf die Menschen, Politiken, Kulturen und Identitäten der Region. Ziel ist es, die Blickwinkel zu verschieben, durch die Südasien historisch betrachtet wurde, und Platz zu schaffen für vielschichtige Darstellungen seiner Komplexitäten, Widersprüche und unerzählten Geschichten – Narrative, die allzu oft verharmlost, exotisiert oder ausgeblendet werden. Die South Asian Cinema Week findet an verschiedenen Veranstaltungsorten statt, darunter auch in der Spore Initiative. Weitere Informationen findet ihr unter diesem Link.
30. Januar — Eröffnungsabend
18.00 – 20.25 Uhr: Filmvorführung des Eröffnungsfilms "Tees"
Gefolgt von Speisen und Getränken bis etwa 23 Uhr.
TEES
(Drama, Science Fiction / 142 Min.)
Der Film schildert über 90 Jahre das Leben einer muslimischen Mittelklassefamilie in drei Generationen. 2042 sucht der junge Sexarbeiter Anhad Draboo nach der Ablehnung seines Manuskripts Kontakt zu einer Kommissionsleserin. 2018 scheitert die Anwältin Zia Draboo am Wohnungskauf wegen Diskriminierung. 1989/90 bittet die Nachrichtensprecherin Ayesha in Srinagar um Hilfe für ihren von den Unruhen bedrohten Ehemann.
7. Februar — Abschlussabend der South Asian Cinema Week
17.00 – 18.30 Uhr
Filmvorführung von zwei Kurzfilmen: "Velipādu: The Revelation" & "Champaran mutton"
19.30 – 21.55 Uhr
Filmvorführung von "Paradise"
PARADISE
(Drama / 92 Min.)
Der gefeierte srilankisch-indische Film von Prasanna Vithanage aus dem Jahr 2023 beleuchtet die angespannte Ehe eines Paares vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise in Sri Lanka und des Ramayana-Trail-Tourismus und stellt ihre Beziehung angesichts gesellschaftlicher und persönlicher Herausforderungen auf die Probe. Der Film gewann den Kim Jiseok Award in Busan und befasst sich mit kulturellen Mythen, politischen Unruhen und Beziehungsdynamiken durch eine visuell beeindruckende, mehrsprachige Erzählung.
Durch die Zusammenführung von Filmen unabhängiger Filmschaffender und radikaler Erzähler*innen rückt das Festival drängende Themen wie Geschlecht, Kaste, Minderheiten, Migration, Vertreibung und politische Repression in den Fokus. An zwei Abenden im Spore laden wir das Publikum ein, kritisch hinzuschauen, anders zuzuhören und neue Vorstellungen zu entwickeln.
Das Festival richtet sich an alle, die sich für unabhängiges Kino interessieren, für südasiatische Themen sowie für breitere gesellschaftliche und politische Fragestellungen – insbesondere auch für Fragen der Repräsentation. Vorkenntnisse zum südasiatischen Kontext ermöglichen eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Filmen, sind jedoch keine Voraussetzung. Etwaige Wissenslücken möchten wir durch Q&A-Gespräche mit den Regisseur*innen sowie durch unsere Programm- und Kurationstexte überbrücken.
Drei Filme an zwei Abenden, mit Essen am Eröffnungsabend.
Organisiert in Zusammenarbeit mit Spore und Subkontinent.