In Essays, künstlerischen Reflexionen und Gesprächen wird Verwandtschaft in Unruly Kinships als fortlaufender Prozess des Experimentierens mit Beziehungen definiert und nicht als etwas Gegebenes. Das Buch ist in drei Kapitel gegliedert und enthält Beiträge von Künstler*innen, Theoretiker*innen und Schriftsteller*innen. Es befasst sich mit ungezügelten Begierden, Verbindungen zu den Vorfahren und befreienden Formen der Fürsorge. Indem es die Vorrangstellung von Blutsverwandtschaft und Kernfamilie infrage stellt, lädt Unruly Kinships dazu ein, Fürsorge, Solidarität und gegenseitige Abhängigkeit in zeitgenössischen sozialen und ökologischen Kontexten neu zu überdenken.

 

Im Rahmen der Veranstaltung werden die Herausgeberinnen über den Entwicklungsprozess des Projekts sprechen und auf die wichtigsten Themen und Fragenstellungen der Publikation eingehen. Im Anschluss an die Präsentation findet eine Sharing Session statt, die Raum für Dialog und gemeinsame Reflexion bietet. Die Zuhörer*innen sind eingeladen, ihre eigenen Erfahrungen mit selbstgewählten Familien, gemeinschaftlichen Betreuungsnetzwerken oder unkonventionellen Verwandtschaftsstrukturen zu teilen. Wir werden Fragen untersuchen wie: Wie gehen wir mit der Kluft zwischen den Erwartungen und der gelebten Realität der Fürsorge um? Was hält Beziehungen aufrecht, die außerhalb anerkannter Rahmenbedingungen existieren? Auf welche Hindernisse stoßen wir und welche Möglichkeiten ergeben sich?

 

Ganz Im Sinne der Verwandtschaft und kollektiven Fürsorge werden kleine Stärkungen angeboten.

 

Die Buchpräsentation richtet sich an Künstler*innen, Kulturschaffende, Forscher*innen, Student*innen und alle, die daran interessiert sind, Pflege, Beziehungen und soziale Organisation jenseits normativer Familienstrukturen neu zu denken.