Portrait of the Iranian singer and actress Googoosh from the filming of Bim va omid (Hope and Fear) (1960)
Photographer: Asghar Beechareh. Tehran, Iran. 1958–1960

In ihrem gemeinsamen Buch The Tale of the (Fe)Male Sun erzählen Nordlöf Malekian und Helou anhand von Mythologien, Anekdoten, Geschichte, Qajar-Gemälden und handkolorierten Fotografien sowie Kassetten- und Plattencovern die Geschichte vom Aufstieg und Fall hierarchischer Schönheitsideale in Südwestasien und Nordafrika. Die daraus resultierende Geschichte handelt von einem kleinen Stern im Kosmos, der sich in eine allmächtige Sonne verwandelte, die sowohl weiblich als auch männlich ist. Unter diesem Einfluss erblühten nicht-binäre Geschlechtsausdrücke in Malerei, Musik und Tanz, genährt von den Sehnsüchten des Königshauses und der Künstler*innen. Im Laufe der Zeit wurde die geschlechtsübergreifende Sonne jedoch von einer neuen, gesichtslosen Sonne in den Schatten gestellt. Nun, da sie im Schatten steht, aber nicht vergessen ist, taucht die “(fe)male” Sonne gelegentlich hinter der gesichtslosen Sonne hervor – wie auch in diesem Buch – um uns an ihren früheren Glanz zu erinnern. Sie hofft, dass wir sie eines Tages wieder wie eine alte Freund*in begrüßen werden, die an unserer Seite strahlt.

 

Im Rahmen der Buchvorstellung findet ein Gespräch zwischen Afrang Nordlöf Malekian und Nour Helou statt, das von der Tanzwissenschaftlerin Elaheh Hatami moderiert wird. Anschließend gibt es eine Lesung, die von iranischer und arabischer Musik aus dem Begleitalbum mit Künstler*innen wie Giti, Leila Forouhar und Fairuz untermalt wird. Die Lesungen werden von Zahra Moein und Jelena Jovičić gehalten.

 

Das Buch wird an diesem Abend zu einem Sonderpreis erhältlich sein!