Decolonize Law
Screening dreier dokumentarischer Kurzfilme mit anschließender Podiumsdiskussion.16.30-21.00
Termin speichern
für Erwachsene
auf Deutsch/auf Englisch
Die dreiteilige Filmreihe «Decolonize Law» zeigt, wie internationales Recht seit Beginn des Kolonialismus bis heute in vielen Themenfeldern benutzt wird um Herrschaft abzusichern und Machtverhältnisse zu reproduzieren. Drei jeweils 20-minütige Dokumentarfilme werden gezeigt. Sie wurden von der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit dem European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) konzipiert und von der Firma VAYM Productions realisiert. Gewalt und Willkür der Kolonialisierung wurde seit dem 16. Jahrhundert im internationalen Recht formell legitimiert und dadurch als Unrecht "unsichtbar".
Eine Aufarbeitung der Kolonialvergangenheit und das Sichtbarmachen der rassistischen Spuren, die diese im Recht hinterlassen hat, ist für eine langfristige Dekolonialisierung des Rechts daher dringend notwendig. Mit den Filmen will die Rosa-Luxemburg-Stiftung das Bewusstsein für die weitreichenden und komplexen Folgen des Kolonialismus stärken und gleichzeitig Lösungsansätze aufzeigen, um fortbestehende Ungleichheiten zu bekämpfen. Auf der anschließenden Podiumsdiskussion diskutieren die Regisseurin und Expert*innen aus den Filmen unter anderem die Konsequenzen des Fortbestandes kolonialer Rechtsverhältnisse und deren Weiterführung durch wirtschaftliche Handelsverträge in Afrika. Dabei wird ebenso auf postkoloniale Machtverhältnisse wie antifaschistische Wirtschaftspolitik und rechtliche Konsequenzen eingegangen.
Panelist*innen:
- Mary Kambo, Kenya Human Rights Commission
- Prof. Dr. Joshua Castellino, Brunel University of London
- Yvonne Sonyaa App, VAYM productions
Moderation:
- Hannah Franzki, European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR)
Eine Veranstaltung in Kooperation mit ECCHR. Es wird simultan deutsch-englisch übersetzt.
Das Gebäude der Spore Initiative ist barrierefrei zugänglich. Während der Veranstaltung gibt es Unterstützung durch ein Awarenessteam.
Das Buch zu den Filmen: Dekoloniale Rechtskritik und Rechtspraxis. Bei der Bundeszentrale für Politische Bildung für 5 Euro zu haben.