In Zeiten von Bodenversiegelung, Artenverlust und industrialisierter Landwirtschaft möchten wir dazu einladen, den Boden als kulturelles, ökologisches und politisches Thema neu zu betrachten. Die Methode der Bodenchromatographie schafft dabei einen Zugang zwischen Wissenschaft, Kunst und kollektiver Erfahrung.

 

Der Workshop wird vom Gründer Gesellschaft für mikroBIOMIK Julian Chollet geleitet.

 

Kompost Festival

 

Zwischen Hochbeeten, Kompostklos und Bokashi Eimern entstehen Räume für Begegnung, Beobachtung und gemeinsames Lernen mit dem Boden. Das Festival bewegt sich an der Schnittstelle von Ökologie, Wissenschaft, Kunst und bodenständiger Praxis. Bei Mikroskopie-Workshops, Gartenboden Führungen, Kompost Gemeinschaftsaktionen und Diskussionsrunden wird humusartiges Wissen geteilt, hinterfragt und weiterentwickelt - von dreckiger Philosophie zu konkreten Handgriffen.

 

Dabei geht es weniger um klare Antworten als um ein offenes Erkunden: um Aufmerksamkeit, Austausch und neue Beziehungen zwischen Mensch und Boden. Kompost als Kunst der lebendigen Transformation - als Prozess, der verbindet, auflöst und neu zusammensetzt.

 

Das Festival ist Teil der internationalen Soil Assembly, ein Netzwerk, das sich im Rahmen von „Boden Versammlungen“ aus Indien (2024) über Ecuador (2025) nach Europa bewegt. Im Sommer 2026 finden in Slowenien, in der Ukraine, in den Niederlanden, in Deutschland und in Frankreich regionale Soil Assemblies statt, die alle im Januar 2027 in Berlin zusammenkommen werden.