Resiliente Gemeinschaften: Zusammen wachsen, statt zu streiten
Lecture Performance18.30-20.30
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Für Jugendliche und Erwachsene
auf Deutsch/auf Spanisch
Wahre Widerständigkeit braucht stabile Verbindungen. Alleine können wir nicht viel ausrichten gegen Raubtierkapitalismus, Faschismus und steigende Mieten. Doch die sozialen Bewegungen, die sich für gerechtere Zukünfte einsetzen, geraten unter immer heftigeren, teilweise existentiellen Druck. Durch Repressionen von außen und durch Konflikte von innen.
Wie also können Gemeinschaften handlungsfähig bleiben, wenn es einmal länger dauert, der Druck immer heftiger wird und die Kraft nachlässt? Wie können wir gemeinsam an einem großen Ziel arbeiten, auch wenn unsere Wege dorthin unterschiedlich sind? Vielleicht auch über große Bündnisgrenzen und kleine Egos hinweg? Ohne die eigene Integrität zu verlieren?
In dieser Lecture-Performance hören wir Geschichten aus drei Gemeinschaften, die seit Jahren direkt und indirekt am gleichen Ziel arbeiten, aber an diesem Abend zum ersten Mal zusammenkommen:
- Cenaida Guachamíra, Defensora de la Vida (Verteidigerin des Lebens) aus dem Nebelregenwald von Intag in Ecuador,
- Nicolás Gómez Herrera, Künstler und Aktivist aus Quito und Berlin, Teil des politischen und migrantischen Kollektivs SoliSur.
- Uschi Walther aus Berlin, Teil des Bündnisses „Tesla den Hahn abdrehen“.
Cenaida beschützt mit ihrer Gemeinschaft im Intag-Tal einen der artenreichsten Orte der Welt gegen internationale Großkonzerne, die eigene Regierung und einen offenen Kupfertagebau. Nicolás baut mit seinem Kollektiv Brücken zwischen den Kämpfen des Südens und Berlin, besonders auch zum Thema Extraktivismus. Uschi verteidigt mit ihrem Bündnis das Berliner Umland und das Wasser so weit wie möglich gegen ein Unternehmen des reichsten Tech-Oligarchen der Welt, der einen Hang zum Faschismus hat.
Kupfer ist ein elementarer Rohstoff für unsere sogenannte grüne Energiewende und die Elektromobilität.
Die drei erzählen von ihren Erfahrungen damit, wie man eine Gemeinschaft widerstandsfähig hält, wenn die Stürme rauer werden. Wie man zusammenwächst, statt sich zu zerstreiten. Sie berichten, wie sie mit internen Konflikten und Repressionen von außen umgehen. Wie man zum Teil eines großen Ganzen werden kann, statt als Einzelkämpfer*in zu verkrampfen. Dazu sehen und hören wir Sounds, Videos und Bilder aus ihren jeweiligen Territorien.
Moderiert wird der Abend von der Journalistin und Autorin Elisabeth Weydt. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Spanisch statt, mit jeweiliger Headset-Übersetzung.