Damit Gemeinschaft funktionieren kann, muss der*die Einzelne lernen, sich wieder als Teil eines großen Ganzen zu begreifen. In dieser Lecture Performance verweben wir Stimmen aus dem Widerstand mit der Kraft des Nebelwaldes. In diesem vierten Akt unserer Reihe THE ROOTS OF EVERYTHING haben wir die Ehre, Cenaida Guachagmira zum ersten Mal persönlich in Berlin zu begrüßen. Direkt aus dem Nebelwald von Intag im Norden Ecuadors kommend, wird sie die gesamte restliche Reihe begleiten.

 

Cenaida ist Bäuerin, Kräuterkundige und defensora de la vida, eine Verteidigerin des Lebens. Sie hat ihre eigene Regierung verklagt und gegen Weltkonzerne den Schutz der „Rechte der Natur“ und ihrer Gemeinschaft erstritten. Gemeinsam mit eben jener Gemeinschaft. Sie berichtet aus erster Hand, wie die Menschen von Intag seit 30 Jahren mit Resilienz im Rückgrat immer mehr zusammengewachsen sind.

 

Unterstützt von Videos und Klängen direkt aus dem Nebelwald sowie Einblicken in andere Gemeinschaften, tauchen wir ein in eine Welt, in der Waldschutz und Beziehungspflege die Wurzeln von Utopie und Widerstand sind.

 

Flankiert wird der Abend durch eine weitere Perspektive aus lokaler Praxis oder Forschung. Gemeinsam erkunden wir, wie soziale Strukturen stabil bleiben, wenn der Boden ins Wanken gerät. Wie wir ein Fundament bauen können, das uns im Weltenchaos nicht nur hält, sondern uns als Teil einer kollektiven Bewegung kraftvoll handeln lässt.