Radikale Regeneration: Für Wälder und Seelen
Lecture Performance18.30-20.30
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Für Jugendliche und Erwachsene
auf Deutsch
Sich den Zustand der Welt genau anzusehen, schmerzt. Viele unserer Wälder und Seelen sind ausgebrannt. Wir sind überfordert und überwältigt von all der Zerstörung da draußen und von der scheinbaren Ohnmacht im eigenen Inneren. Und das Tragische daran: Bei all der Ausbeutung machen wir oft vor uns selbst nicht halt.
Einige sind mehr betroffen, andere weniger. Je nachdem, wo man so steht auf dem Spielbrett der aktuellen Machtverhältnisse, Privilegien und Erkenntnisse.
Doch wir können auch anders, und die Natur macht es uns vor: radikale Regeneration. Erst kürzlich hat eine Studie aus einem Nachbar-Nebelwald von Intag in Ecuador gezeigt, dass so viel mehr Leben und Widerstandskraft in der Erde steckt als bisher angenommen: Natur hat ein enormes Potenzial zur Selbstheilung, und damit auch wir. Im besten Fall in Kombination.
Regeneration ist keine Utopie aus den fernen Nebelwäldern Ecuadors. Wir können sie dort unterstützen und mit Respekt von ihr lernen. Aber der stärkste Hebel beginnt hier, direkt unter unseren Füßen, auf unseren Äckern und in der Art, wie wir unser Land und unsere Lebensmittel begreifen. Unsere Mittel zum Leben. Schließlich ist Landwirtschaft entweder der Schauplatz weiterer Ausbeutung von Mensch und Natur oder ein Beitrag zur Regeneration von Wäldern, Seelen und Körpern. Das fängt bei der Kresse auf dem Fensterbrett an und hört beim kleinbäuerlichen Gemeinschaftsbetrieb in Brandenburg noch lange nicht auf.
An diesem Abend bringen wir die Wurzeln all dieser Welten zusammen: Mit Videos und O-Tönen aus dem Nebelwald von Intag, Ecuador, blicken wir auf den Widerstand gegen die Zerstörung und auf die unglaubliche Kraft der Natur zur Selbstheilung. Gleichzeitig schlagen wir die Brücke vor unsere eigene Haustür: Wie sieht radikale Regeneration in Berlin und Brandenburg aus? Wir schauen uns die hiesige kleinbäuerliche Landwirtschaft an und den Einsatz für Flächenschutz und Lebensmittelsouveränität. Denn egal ob im ecuadorianischen Nebelwald oder in der märkischen Sandbüchse: Der Kampf um den Boden ist der Kampf um unsere gemeinsame Zukunft. Deshalb hören wir auch von einem Olivenbaum aus Palästina.
Wir graben gemeinsam nach den Wurzeln von all dem und versuchen herauszufinden, wie wir aus der Ohnmacht in ein Handeln finden, das Zerstörung stoppt und die lebendige Welt gleichzeitig nährt. Denn das ist schließlich die Wurzel aller Resilienz.