Nach ihrer Ankunft in Berlin machte sie die Erfahrung, was es bedeutet, im Exil, in der Migration, auf der Flucht mit Konzepten wie „Brasilianität” und Rassismus konfrontiert zu werden. Sie wird davon berichten, wie sehr schwarze Frauen unsichtbar gemacht und stereotypisiert werden. Und davon, wie ihre Kultur, etwa der Samba, abgewertet wird.

 

Aus diesen Erfahrungen heraus entstand Sandra Bellos Engagement für die Sichtbarkeit der afrostämmigen Bevölkerung. Gemeinsam mit Genossinnen und Genossen begann sie, den Begriff „Afrobrasilianer*innen” aktiv zu prägen – unter anderem mit dem brasilianischen Afro-Kollektiv “Muvuca” und mit “Alafia.” Sandras Arbeit im Geiste der Quilombolas zielt darauf ab, Stereotypen abzubauen und die Sichtbarkeit von Menschen afrikanischer Herkunft zu fördern. Aus dieser Perspektive wird Sandra rund um das Tabuleiro erzählen und kochen.