Das Buch untersucht auf der Grundlage von über siebzig Interviews mit israelischen Naturschutzbeamten und Beobachtungen ihrer Arbeit die weit verbreitete Praxis der ökologischen Kriegsführung durch den Staat Israel. Dabei werden auf der israelischen Seite Damhirsche, Gazellen, Wildesel, Gänsegeier, Kiefern und Kühe gegen die Ziegen, Kamele, Olivenbäume, Hybrid-Stieglitzen und Akkoub auf palästinensischer Seite eingesetzt. Diese nichtmenschlichen Organismen sind umso wirksamer, als die Natur ihren Einsatz als Soldaten in einem menschlichen Krieg tarnt. Das Buch argumentiert, dass die Verwaltung der Natur durch den Staat Israel das zionistische Siedlungsprojekt und die damit einhergehende Enteignung von Nichtjüd*innen aus diesem Raum vorantreibt. 

 

Irus Braverman wird mit der Anthropologin Hilal Alkan sprechen, die auch die Moderation der Veranstaltung übernehmen wird.

 

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Zentrum für den Modernen Orient statt.