Unsettled Earth: Die Longue Durée der deutschen Kolonialität
Vortrag von Zoé Samudzi, gefolgt von einem Gespräch mit Bafta Sarbo, moderiert von Jule Ulbricht13.00-14.30
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für Erwachsene
auf Deutsch/auf Englisch
Ausgehend von der deutschen Erinnerungskultur beleuchtet dieser Vortrag einen Bogen deutscher Staatskunst, der auf dem imperialen Völkermord in Namibia basiert und sich bis in die geopolitische Gegenwart erstreckt, einschließlich der deutschen Unterstützung für die anhaltende Zerstörung Palästinas durch Israel. Der Vortrag baut auf Samudzis Arbeit auf, die sich mit dem deutschen Imperialismus, der Postkolonialität Namibias und dem Völkermord an den Ovaherero und Nama von 1904 bis 1908 befasst.
Im Anschluss daran folgt ein Gespräch mit Bafta Sarbo, in dem untersucht wird, wie diese kolonialen Kontinuitäten die Rassifizierung und Polizeiarbeit innerhalb Deutschlands selbst prägen.
Zoé Samudzi ist Postdoktorandin am Institut für Afroamerikanistik und Afrikastudien der Ohio State University und Global Blackness Fellow am Johannesburg Institute for Advanced Studies der University of Johannesburg. Ihre Arbeit befasst sich mit der Erinnerung an und Leugnung von Völkermord, Mythologien des postkolonialen afrikanischen Staates und der Politik der Visualität.
Bafta Sarbo studiert Sozialwissenschaften und beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Marxismus und Antirassismus. Sie ist politisch aktiv, unter anderem im Vorstand der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, wo sie sich mit Racial Profiling, Migrationspolitik und Rassismus in Deutschland beschäftigt.
Jule Ulbricht ist Historikerin und Forscherin. Derzeit ist sie Doktorandin an der Graduiertenschule für Global Intellectual History der Freien Universität und beschäftigt sich mit Theorien und Geschichten des Kapitalismus, des Krieges, der Arbeit und Ideen der Zirkulation in der globalen Nachkriegswirtschaft.