Burning Silence
Ein zweitägiges Symposium über Feuerökologien und Klang13.00-21.00
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für Erwachsene
auf Englisch
Wie hört man einer Welt zu, die in Flammen steht?
Burning Silence hört in die Schwelle zwischen Feuer und Stille und erkundet, wie sich Umweltzerstörung und Widerstand in materiellen, affektiven und medialen Ökosystemen niederschlagen. Der Brand manifestiert sich in Form von durch Rohstoffabbau verschärften Waldbränden, der Verbrennung petrokapitalistischer Ökonomien sowie in Form von Lärm und Rauch durch Krieg und Kolonialismus. Aber er erscheint auch als Feuer, das Böden und Lebenswelten regeneriert, sowie als die viszerale Hitze von Wut, Trauer und Forderungen nach Gerechtigkeit.
Innerhalb dieses Brennens ist die Stille des Schweigens sowohl Zeichen der Gewalt als auch der Verweigerung: einerseits als Auslöschung von Stimmen, die von Zerstörung betroffen sind, andererseits als taktischer Rückzug, der politische Handlungsfähigkeit beansprucht. Stille wird auch zur Schwelle für die Einstimmung auf mehr-als-menschliche Frequenzen, auf die tieferen Register, die in Boden, Wasser und Luft verweilen, aber durch dominante Hörweisen unter die Wahrnehmungsgrenze gedrängt werden.
Das Symposium ist ein Raum zur Schaffung von Bedingungen für langsames Hören, transversales Denken und situiertes Engagement. Dieses Wochenende vereint Listening Sessions, Sound- und Lecture Performances sowie Diskussionsrunden.
Kuratiert von Hanna Grześkiewicz und Yasemin Keskintepe; mit Beiträgen von Areej Ashhab, Sanaz Azimipour, Asia Bazdyrieva, Cooking With Mama, Silvia Dal Dosso, eeefff, Jonathan W. Y. Gray, Edka Jarząb, Valentina Karga, Garance Maurer, Ariel William Orah, Otucha Collective, Pisitakun, Nour Sokhon und Sinthujan Varatharajah.
PROGRAMM TAG 2
(Für die vollständigen Programmbeschreibungen klicken Sie hier)
Sonntag
13:00 – 17:00 Uhr | Valentina Karga, Adaptation (Voranmeldung bis zum 10.04. unter burningsilence.art@gmail.com – Teilnahme vor Ort je nach Kapazität)
Live-Action-Rollenspiel (LARP), Classroom
13:00 – 14:45 Uhr | Wild Fires: Durch Brandnarben wandern, über Flammen hinweg lauschen – ein Gespräch zwischen Garance Maurer und Jonathan W. Y. Gray
Gespräch, Atrium
15:00 – 15:45 Uhr | Ariel William Orah, Subdued Residue: Listening After Geneva (1967)
Lecture Performance, Auditorium
16:00 – 17:15 Uhr | Was koloniale Infrastrukturen durchbricht – ein Gespräch mit Asia Bazdyrieva und Areej Ashhab
Gespräch, Auditorium
17:30 – 18:30 Uhr | eeefff, Bar „POTASSIUM“
Lecture Performance, Auditorium
17:30 – 18:15 Uhr | Jonathan W.Y. Gray, regathering #wildfires
Listening Session, Classroom
18:45 – 19:15 Uhr | Otucha Collective mit Mina Dordević, Magda Jaroszewicz, Agnieszka Kucharska, Julia Legeżyńska, Doro Michalak, Liene Šilde, Ola Zielińska
Performance, Atrium
19:30 – 21:00 Uhr | So far, so near: Cooking with Mama: Agirê Jiyan, Жива Ватра with Yuliia Kishchuk and Saki
Community-Treffen, Atrium
In Zusammenarbeit mit So far, So near: Entangled struggles, fragile connections, 16.5.2026 in der Spore Initiative, kuratiert von Tanja Sokolnykova, Natalya Stupka und Mariia Vorotilina
An beiden Tagen
Garance Maurer, I am Soaking in the thickness of fires
Installation, Atrium