Burning Silence
Ein zweitägiges Symposium über Feuerökologien und Klang12.00-21.00
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für Erwachsene
auf Englisch
Wie hört man einer Welt zu, die in Flammen steht?
Burning Silence hört in die Schwelle zwischen Feuer und Stille und erkundet, wie sich Umweltzerstörung und Widerstand in materiellen, affektiven und medialen Ökosystemen niederschlagen. Der Brand manifestiert sich in Form von durch Rohstoffabbau verschärften Waldbränden, der Verbrennung petrokapitalistischer Ökonomien sowie in Form von Lärm und Rauch durch Krieg und Kolonialismus. Aber er erscheint auch als Feuer, das Böden und Lebenswelten regeneriert, sowie als die viszerale Hitze von Wut, Trauer und Forderungen nach Gerechtigkeit.
Innerhalb dieses Brennens ist die Stille des Schweigens sowohl Zeichen der Gewalt als auch der Verweigerung: einerseits als Auslöschung von Stimmen, die von Zerstörung betroffen sind, andererseits als taktischer Rückzug, der politische Handlungsfähigkeit beansprucht. Stille wird auch zur Schwelle für die Einstimmung auf mehr-als-menschliche Frequenzen, auf die tieferen Register, die in Boden, Wasser und Luft verweilen, aber durch dominante Hörweisen unter die Wahrnehmungsgrenze gedrängt werden.
Das Symposium ist ein Raum zur Schaffung von Bedingungen für langsames Hören, transversales Denken und situiertes Engagement. Dieses Wochenende vereint Listening Sessions, Sound- und Lecture Performances sowie Diskussionsrunden.
Kuratiert von Hanna Grześkiewicz und Yasemin Keskintepe; mit Beiträgen von Areej Ashhab, Sanaz Azimipour, Asia Bazdyrieva, Cooking With Mama, Silvia Dal Dosso, eeefff, Jonathan W. Y. Gray, Edka Jarząb, Valentina Karga, Garance Maurer, Ariel William Orah, Otucha Collective, Pisitakun, Nour Sokhon und Sinthujan Varatharajah.
PROGRAMM TAG 1
(Für die vollständigen Programmbeschreibungen klickt hier)
Samstag
12:00 – 13:15 Uhr | Burning Silence
Gemeinsame Lesung mit den Kuratorinnen Yasemin Keskintepe und Hanna Grześkiewicz
Lesebeiträge von Areej Ashhab, Chris Cameron, Meryem Rosita Kalayci, AM Kanngieser, Brandon LaBelle, Ariel Orah, Pisitakun, Yuri Tuma, Mia Yu
Gemeinsame Lesung, Atrium
13:30 – 15:15 Uhr | So fern und doch so nah: Dekoloniale Stimmen aus Osteuropa, dem Kaukasus, Nord- und Zentralasien im Polylog
mit Oksana Potapova (Moderation), Antonina Stebur, Giorgi Rodionov, Seseg Jigjitova und Diana Kudaibergenova
Gespräch, Atrium
In Zusammenarbeit mit So Far, So Near: Entangled Struggles, Fragile Connections, am 16.5.2026 in der Spore Initiative, kuratiert von Tanja Sokolnykova, Natalya Stupka, Mariia Vorotilina
15:00 – 15:30 Uhr & 16:30 – 17:00 Uhr | Edka Jarząb, You'll go up the mountain, I'll go through the valley
Listening Session, Classroom
15:30–16:15 Uhr | Silvia Dal Dosso, The Weird Whale Song - A Special Preview of Unkown Origins
Lecture Performance, Auditorium
16:30–17:15 Uhr | Pisitakun, Politics of Silence
Listening Session, Auditorium
17:30–19:00 Uhr | Burning Silence – Podiumsdiskussion zur Krise der Solidarität mit Sanaz Azimipour und Sinthujan Varatharajah
Podiumsdiskussion, Auditorium
19:15–19:45 Uhr | Edka Jarząb, You'll go up the mountain, I'll go through the valley
Performance, Atrium
20:00–20:45 Uhr | Nour Sokhon, Revisiting: Resisting Turbulence
Performance, Auditorium
An beiden Tagen
Garance Maurer, I am soaking in the thickness of fires
Installation, Atrium