Amazongraphy
Sensing and Imagining a Cartography of Resistance – ein performativer Vortrag mit anschließendem Publikumsgespräch19.00-20.30
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für Kinder und Erwachsene
auf Englisch
Amazongraphy untersucht die affektiven und sensorischen Facetten von Bewegungen, die sich für die „Rechte der Natur“ im Amazonasbecken einsetzen. Der performative Vortrag folgt dem Flusslauf entlang einer ökofeministischen sowie antiautoritären Perspektive. Während jüngste Gesetzesinitiativen darauf abzielen, Teilen der Natur wie dem Pirarucu-Fisch und dem Fluss selbst Rechte im juristischen Sinne zu gewähren, zeigt Dr. Maria Cecilia Oliveira, dass ein streng textbasierter, rechtsbasierter Rahmen die Bedeutung und den Umfang der jüngsten Bewegungen zum Schutz der Natur von den Anden bis zum Atlantik nicht angemessen erfassen kann.
In diesem performativen Vortrag wird das Publikum eingeladen, Teil einer „sensorischen Outlaw-Jurisprudenz“ zu werden, die den Schwerpunkt darauf verlagert, wie das Recht durch die tagtägliche Lebensrealität von Menschen konstruiert und angefochten wird. Mithilfe einer für einen Dokumentarfilm entwickelten audiovisuellen Methodik geht dieser Vortrag über die traditionelle Rechtsanalyse hinaus und untersucht die Atmosphären, Rhythmen und emotionalen Register, durch die lokale Communities die Persönlichkeit des Flusses über den menschlichen Bereich hinaus behaupten.
Im Anschluss an den Vortrag hat das Publikum in einer moderierten Diskussion die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich mit den Themen des Vortrags auseinanderzusetzen.
Im Rahmen des Schwerpunkts der Spore Initiative auf ökosozialer Gerechtigkeit und kultureller Aktivierung stellt diese Veranstaltung die Schnittstelle zwischen transdisziplinärer Forschung und ökologischer Basisarbeit in den Mittelpunkt.