Ecuador hat als erstes Land der Welt die Rechte der Natur in seine Verfassung geschrieben. Und auch wenn Drogengewalt und Korruption die Demokratie am Äquator zerfressen, so fallen doch immer wieder Urteile im Namen der Natur. Im Nebelregenwald von Intag gibt es gleich zwei Präzedenzfälle, die so internationale Bergbaugiganten vertreiben konnten.

 

Was braucht es neben Gesetzen, damit es zu Gerechtigkeit kommt? Und was bringen Gesetze in einer Welt, in der selbst das Völkerrecht so offensichtlich mit Füßen getreten wird? Wir sprechen mit der ecuadorianischen Rechtsanthropologin Jenny García Ruales über den Nebelwald von Intag und die Amazonasgemeinde Sarayaku. Mit Soundscapes und Videos tauchen wir ein in eine Kosmovision, in der Natur Respekt verdient, und man vor dem Jagen um Erlaubnis fragt.

 

Gleichzeitig hören wir von deutschen Paragrafen und den Gesetzen, die wir hier schon haben. Von Urteilen, die auch hier schon im Namen der Natur, wenn auch ohne Rechtspersönlichkeit, gefällt wurden. Macht es also Sinn die Rechte der Natur auch für die Spree und die deutsche Eiche zu erstreiten? Wir werden gemeinsam mit der Juristin Miriam Saage-Maaß, die als Legal Director beim European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) die Programmbereiche für Wirtschaft und Menschenrechte aufgebaut hat, diesen Fragen auf den Grund gehen. 

 

Gefördert durch Engagement Global mit Mitteln des BMZ und LEZ.

It is an art work of an Ecuadorian artist. You see a hand that is holdig three plants up in the air.
Saira Tuquerrez