In diesem Vortrag wird die Tradition der westlichen politischen visuellen Darstellung des “Heiligen Lands” beleuchtet, die häufig fälschlicherweise mit Palästina in Verbindung gebracht wird. Der Vortrag zeichnet darüber hinaus auch die Geschichte Gazas nach. Im Hinblick auf die Politik der Darstellung beginnt er mit der frühen Fotografie und untersucht, wer was und für wen fotografiert hat.

 

Der Vortrag befasst sich mit dem anhaltenden Einfluss der in Europa bekannten religiösen Fotografie Palästinas. Welche Rolle spielte Gaza in diesem Zusammenhang? Wie sieht die Geschichte der Stadt aus? Wird sie innerhalb des oben genannten politischen Rahmens als Teil Palästinas wahrgenommen? Irit Neidhardt beschreibt die Entwicklung von der Zeit vor der Gründung Israels bis hin zur Gegenwart.

 

Filmscreening: One More Show (Palästina, Ägypten, 72 Min.) mit anschließender Q&A-Runde mit Co-Regisseurin Mai Saad


Inmitten der Verwüstung durch den Völkermord Israels in Gaza weigert sich eine Gruppe von Zirkusartisten, sich von der Verzweiflung überwältigen zu lassen. One More Show begleitet die Free Gaza-Truppe; Youssef, Batout, Ismail, Mohamed und Just, nachdem sie aus dem Norden in den Süden Gazas vertrieben wurden, und zeigt, wie sie ihre Kunst in einen Akt des Widerstands, der Widerstandsfähigkeit und der Hoffnung verwandeln. Während der Tod im Hintergrund schwebt, tritt die Truppe für Kinder in Notunterkünften und auf den Straßen auf und schenkt ihnen Momente der Freude in den dunkelsten Zeiten.