Sangam: Who if not us?
Filmvorführung, Performance, Programm für Kinder, Essen und Live-Musik17.30-21.30
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Für Erwachsene
auf Englisch/mehrsprachig
Im Jahr 2022 wurde Pakistan von katastrophalen Überschwemmungen heimgesucht. Diese waren auf beispiellose Monsunregenfälle und Gletscherschmelze zurückzuführen. Über 33 Millionen Menschen waren von den Überschwemmungen betroffen, die zahlreiche Todesopfer forderten und zum Verlust von Häusern, Ernten und Lebensgrundlagen führten. Nur drei Jahre später verwüsteten erneut heftige Regenfälle Gemeinden im ganzen Land. Obwohl Pakistan weniger als ein Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verursacht, gehört es zu den Ländern, die am stärksten vom Klimawandel bedroht sind.
Diese Veranstaltung markiert den Auftakt der neuen Reihe Sangam – Confluence – Zusammenfluss des Kollektivs Darya Dost („Freunde des Flusses“). In dieser Reihe werden die Zusammenhänge zwischen Flüssen, Klimawandel, Erinnerung und Gemeinschaften in Pakistan und darüber hinaus untersucht. Verankert in den Prinzipien ökologischer und sozialer Gerechtigkeit sowie des kollektiven Lernens vereint diese Reihe künstlerische, kulturelle und gelebte Perspektiven auf ökologischen Wandel und Resilienz.
An diesem Abend beleuchten wir die Überschwemmungen in Pakistan und ihre anhaltenden Folgen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet:
Das Programm beginnt mit einer Performance von Rehmat Zafar. Ihre Spoken-Word-Poesie auf Punjabi spricht die still zuschauenden Menschen direkt an und zieht sie in ihren Bann, während Überschwemmungen zu einem saisonalen Phänomen werden und Hitzewellen das verbleibende Land und Wasser verwüsten. Während sich der Globale Norden von den Verwüstungen im Globalen Süden abwendet, wollen Rehmat Zafars Worte uns die Realität vor Augen führen: Wir müssen einander schützen. Sie machen uns auch die Trauer bewusst, die unsere jüngeren Generationen wegen der Welt empfinden, die wir ihnen hinterlassen.
Im Anschluss an die Performance wird ein Dokumentarfilm von Nyal Mueenuddin in Urdu mit englischen Untertiteln gezeigt, gefolgt von einer Diskussion mit dem Regisseur. Durch Geschichtenerzählen, bewegte Bilder und Gespräche lernen die Teilnehmer*innen persönliche und kollektive Erfahrungen mit Umweltveränderungen, Vertreibung, Verlust und gegenseitiger Fürsorge kennen.
Die Veranstaltung endet mit einem Live-Auftritt der Baluch Twins und einem gemeinsamen Essen. Durch ihre Musik bringen sie die Geschichten, die Kultur und die Lebensrealität der Lyari-Gemeinschaft in Karachi zum Ausdruck. Ihre Lieder verbinden östliche Klassik, Sufi-Musik und moderne Klänge und verknüpfen Erinnerungen und Traditionen mit Erfahrungen von Umweltverlust und tief empfundener Liebe zu ihrem Land und ihrem Volk. Die Twins treten gemeinsam mit Sultan auf, einem in Berlin lebenden Multi-Instrumentalisten und Singer-Songwriter. Er stammt ursprünglich aus Karachi in Pakistan und spielt seit über zehn Jahren Tabla.
Besucher*innen aus der pakistanischen Diaspora sowie alle, die sich für Klimagerechtigkeit, Flussökologien, Kunst und gemeinschaftsgeführte Antworten auf Umweltkrisen interessieren, sind herzlich eingeladen, dabei zu sein.
Neben der Hauptveranstaltung gibt es von 17:30 bis 19:00 Uhr ein Programm für Kinder ab fünf Jahren zu denselben Themen. Kinder bekommen die Gelegenheit, ihre Vorstellungen von Gewässern durch Malen zum Ausdruck bringen und dabei etwas über die Klimakrise und ihre Auswirkungen auf die Gewässer in unserer Umgebung lernen.
Die Verantstaltung findet auf Englisch und Urdu (Film) statt. Das Kinderprogramm wird auf Deutsch angeboten. Das Performance-Programm hat Elemente auf Baluchi und Urdu.