Widerstand gegen Autoritarismus in Lateinamerika: Feministische Stimmen aus ruralen Bewegungen in Ecuador
Ein Podiumsgespräch mit Raquel Silva, Reisbäuerin aus der Provinz Guaya, Mitglied der Unión Tierra y Vida und des Red de Mujeres Rurales19.00-21.30
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Für Jugendliche und Erwachsene
auf Deutsch/auf Spanisch/with live translation
Ecuador befindet sich in einer tiefen sicherheitspolitischen und menschenrechtlichen Krise. Sie steht im Zusammenhang mit dem Wachstum illegaler Ökonomien und der Verflechtung von Staat und organisierter Kriminalität. In ländlichen Gebieten ist die Agrar- und Shrimpsindustrie auf dem Vormarsch und verschärft die Menschenrechtslage der Kleinbauern und -bäuerinnen zusätzlich.
Die Antworten der aktuellen rechts-konservativen Regierung auf die vielfältigen Krisen des Landes sind besorgniserregend. Unter der Präsidentschaft von Daniel Noboa, der selbst einer der mächtigsten Familien der Bananenindustrie entstammt, wird der Rückbau demokratischer Errungenschaften vorangetrieben, das Land immer stärker militarisiert und Menschenrechtsaktivist*innen und Journalist*innen zunehmend kriminalisiert. Der autoritäre Staatsumbau folgt dabei einem regionalen und globalen Trend.
Anlässlich des Internationalen Frauenkampftages am 8. März und dem UN-Jahr der Bäuerinnen (2026) diskutieren wir mit unseren Gästen folgende Fragen:
- Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf das Recht auf Land, Ernährungssouveränität und Umweltgerechtigkeit aus einer feministischen Perspektive?
- Welchen spezifischen Bedrohungen sind Kleinbäuerinnen und Frauen im ländlichen Raum durch den erstarkenden Autoritarismus ausgesetzt?
- Wo finden sich in der Region ähnliche Entwicklungen?
- Welche widerständigen Perspektiven setzen die Aktivistinnen dem entgegen?
Panellistinnen
Fotocredits: FIAN Ecuador