Sonntag, 8. November · 13:00–19:00 Uhr

Las abuelas de piedra y otros seres entre vitrinas y territorios: El dilema de Preuss

Den Auftakt macht um 13:00 Uhr der Hauptfilm des Tages, Esculpir el tiempo von Juan José Lozano. Direkt im Anschluss kommen der Filmemacher, Delegierte der Indigenen Völker Yanakuna und Misak Misak, die Begleitgruppe für die Rematriierung und Posmonumenta zu einem 90-minütigen Gesprächs- und Hörkreis zusammen.

 

Der Sonntag gilt den Großmüttern aus Stein und anderen Wesen zwischen Museumsvitrinen und Territorien. In zwei Zusammenstellungen mit Archivmaterial greifen Posmonumenta und Sin Temer El dilema de Preuss und La reinvención del pedestal vacío wieder auf und mit ihnen die umstrittenen Geschichten fortgebrachter Ahnenwesen und kolonialer Denkmäler. Navegantes Existenciales bringt Arbeiten von Sandra Rengifo, Río Truena und Ricardo Moreno wieder miteinander ins Gespräch, und wenn Rengifo ihre beiden Werke vorstellt, spricht Kostas Tsanakas mit ihr über die gemeinsame Produktion. Suza Husse erzählt von ihrer künstlerischen Forschung zu mineralischen Wesen und von ihrem Austausch in Kolumbien, während sich fünf kurze audiovisuelle Beiträge aus einer offenen Ausschreibung durch den ganzen Tag ziehen.

 

 

Dienstag, 10. November · 14:30–20:00 Uhr

RE3XISTENCIAS audiovisuales: Ausencias, retornos y paisajes en aparición

Um 17:00 Uhr läuft der Hauptfilm des Tages, Juan José Lozanos Chiribiquete, in einer 60-minütigen Sonderfassung mit englischen Untertiteln. Außerdem stehen Christian Díaz Orejarenas Revisión remix re-existencia und eine einstündige Vorführung von Watching You Lab / Videocrática auf dem Programm. Gabriel Rossell-Santillán stellt Los Lobos (16′43″) vor und ist Teil eines 45-minütigen Gesprächs- und Hörkreises.

 

Der Dienstag kreist um Abwesenheiten, Rückkehr und Landschaften, die zum Vorschein kommen, und bewegt sich dabei zwischen Tulcán, San Agustín und Chiribiquete. Das Programm verbindet diese drei eigenständigen Orte zu einer kuratorischen Route, ohne zu behaupten, sie bildeten einen zusammenhängenden archäologischen Korridor. Unterwegs geht es um angestammte Territorien ebenso wie um Erinnerungslandschaften in kolumbianischen Städten. Díaz Orejarenas Film geht partizipativer Forschung und den Kämpfen von Gemeinschaften audiovisuell nach; ihn begleiten eine kurze Auswahl aus dem Archiv von Posmonumenta und eine zweite Auswahl mit territorialem Bezug, die vor dem Hauptfilm läuft. Die Vorführung von Watching You Lab / Videocrática zeigt von Bürger*innen gedrehte Filme, La lucidez del paisaje und photonischen Muralismus, also Wandbilder aus Licht, die gemeinsam mit den Menschen vor Ort auf Straßen, Fassaden und an Gedenkorten entstehen. Fünf weitere Kurzbeiträge aus der offenen Ausschreibung leiten zwischen den einzelnen Programmteilen über.

 

 

Foyer – Mitmach-Installation, an beiden Festivaltagen geöffnet

Alfabetización sensible: Alfabeto rematriativo öffnet am Sonntag und lässt sich jederzeit selbstständig erkunden. Ganz gleich, ob du Kind, jugendlich oder erwachsen bist, kannst du hier Plakate und poetische Sätze per Augmented Reality aktivieren und auf Silhouetten der Großmütter aus Stein zeichnen, schreiben und dich mit ihnen auseinandersetzen. Wenn du einverstanden bist, können ausgewählte Beiträge später digitalisiert werden und in gemeinschaftliche Wandbilder aus Licht und Fassadenprojektionen einfließen. Außerdem bietet die Installation Hintergrundmaterial zu Erinnerung, Territorium und Rematriierung sowie bis zu drei 360°-Brillen mit früheren immersiven Arbeiten von Posmonumenta und Videocrática.