Filmvorführung

Khabur

Dokumentarfilm, 30 min, DE, IR

 

Der Khabur ist der längste Nebenfluss des Euphrat, ein grenzüberschreitender Fluss, der die Grenze zwischen der Türkei und Nordostsyrien/Rojava durchquert.

Der Film geht von einer archäologischen Stätte im Tal des Khabur aus und verfolgt die Reise der archäologischen Sammlung des Tell Halaf nach Berlin, wo sie sich seit 1930 befindet.  

Er zeichnet die Zirkulation von Gewalt in verschiedenen Zeiten und Kontexten entlang des Khabur-Flusses nach und setzt sich mit den wirtschaftlichen und politischen Machtverhältnissen auseinander, die die Landschaft des Khabur-Tals verändert haben.

Der Film befasst sich mit Fotografie und Archäologie als zwei Disziplinen, die aus kolonial-imperialen Unternehmungen hervorgegangen sind. Er setzt sich kritisch mit der imperialen Grammatik institutionalisierter Archive auseinander und untersucht die Art und Weise, wie diese recycelt, neu erfunden und neu erprobt werden können.

 

 

Diskussion

Beherrschte Landschaft

90-120 Minuten

Şermin Güven und Nafis Fathollahzadeh  

 

 

 

Still images of film "Khabur"
Nafis Fathollahzadeh
Still images of film "Khabur"
Nafis Fathollahzadeh
Still images of film "Khabur"
Nafis Fathollahzadeh

Nafis Fathollahzadeh arbeitet an der Schnittstelle von künstlerischer Forschung, Videokunst und Fotografie.  

 

Fathollahzadeh war Stipendiat*in des Rosa-Luxemburg-Forschungsprogramms über Autoritarismus und Gegenstrategien und ist Mitglied von EUME: Forum Transregionale Studien in Berlin. Fathollahzadeh ist künstlerische Leitung und Mitherausgeber*in von Momentography of a failure, einer multidisziplinären künstlerischen und urbanen Forschungsplattform für kollaboratives Denken, künstlerische Kollaborationen, digitale Kartierung und Veröffentlichung.

 

 

 

Şermin Güven ist Anthropologin mit Schwerpunkt auf den Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt.  

 

Sie arbeitet an der Schnittstelle von Anthropologie, Umweltstudien und Aktivismus und forscht über die Politik der Wasserknappheit in den Konfliktgebieten in Syrien und Irak sowie über die intersektionale feministische Perspektive auf Natur, Ökologie und Katastrophen.  

 

Sie ist in verschiedenen Initiativen wie CENI - The Kurdish Women's Office for Peace in Berlin und dem Partnerschaftsprojekt mit einer Gemeinde in Berlin und Derik/Nord- und Ostsyrien aktiv und engagiert sich in der Spore Initiative - einem ökologischen und kulturellen Raum in Berlin/Neukölln. Mit ihrem Schwerpunkt auf grenzüberschreitende Flüsse und Wasser ist sie Teil des Weltjugendparlaments für Wasser.