Seeds of Ecological Struggle
Ein Practitioners’ Workshop über Umweltaktivismus und Fürsorge12.00-15.00
Termin speichern
Ab 16 Jahren
auf Englisch
Macht ihr euch Sorgen über Wasserknappheit, Abholzung und steigende Temperaturen? Glaubt ihr, dass der Begriff „Klimawandel" oft dazu dient, den tatsächlichen Ökozid durch korrupte Eliten der „Minority World" und ihre Verbündeten zu verschleiern? Ärgert euch, wie offen die aktuelle Politik diese Themen vernachlässigt? Seid ihr in eurer Community aktiv oder überlegt ihr, es zu werden?
Gemeinsam mit Aktivist*innen, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen, die zu Landraub, Privatisierungen, schädlichen Infrastrukturprojekten und neokolonialen Aneignungen arbeiten, diskutieren wir, wie sich ökologischer Aktivismus tragen, erzählen und ausweiten lässt.
Der Workshop ist eine Zusammenarbeit der Spore Initiative und dem Kollektiv Quotidien, das derzeit an einem Buch zu „Activist Ecologies" arbeitet – von Chile bis Indonesien, von Palästina/Libanon bis zur Elfenbeinküste, von Berlin bis Florenz. Mehrere Beitragende des Bandes – Einzelpersonen und Gruppen, die sich in sehr unterschiedlichen Kontexten mobilisiert haben – teilen situiertes Wissen darüber, warum Widerstand von unten nötig ist und was er verlangt: ein Widerstand, der keine Kompromisse mit einer von oben verordneten Umweltpolitik eingeht und mehr-als-menschliche Fürsorge (more-than-human care) voranbringt.
Im Mittelpunkt stehen das „Wo" und das „Wann" aktivistischer Organisierung. Durch welche Kompliz*innenschaften und Netzwerke entstehen Aktivismen? Wie wurzelt ökologischer Kampf in den alltäglichen Fürsorgepraktiken der vielen Beteiligten, Menschen und Nichtmenschen? Und wie können künstlerische Praxen, vom kollektiven Sticken über Performance bis zum Dokumentarfilm, an diesen Kämpfen teilhaben, ohne sie auszubeuten?
Gemeinsam entwickeln wir Strategien, um:
- Orte des Widerstands weltweit zu vernetzen – und dabei zu berücksichtigen, wie intersektionale Ungleichheit darüber entscheidet, wer die Klimalasten trägt und wer sich anpassen kann
- aktivistische Ansätze sichtbar zu machen, die an lokale, Indigene, vorkoloniale und vormoderne Vorstellungen ökologischer Koexistenz anknüpfen
- die räumlichen Bedingungen in den Blick zu nehmen, die mehr-als-menschliche Fürsorge überhaupt möglich machen
- zu zeigen, dass der Kampf lebendig ist und auf geteilte Probleme antwortet – dass er Solidarität stärkt und Hoffnung nährt, in den Freuden wie in den Mühen widerständigen Handelns
Wenn ihr am Workshop teilnehmen möchtet, registriert euch bitte über folgendes Anmeldeformular: Anmeldung – Seeds of Ecological Struggle