Schmerzhaft und süß: Honig als Archiv der Erinnerung
Honigwerkstatt15.00-18.00
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für Kinder und Erwachsene
auf Deutsch/auf Englisch/auf Französisch/auf Italienisch
Honig ist das Ergebnis eines komplexen Prozesses, der eine bestimmte Landschaft zu einem bestimmten Zeitpunkt archiviert. Um Honig zu produzieren, sammeln Honigbienen im Radius von zwei bis drei Kilometer um ihre Bienenstöcke herum Nektar, Pollen und Honigtau. Darin enthalten sind die Spuren verschiedener Blumen und Pflanzen der Umgebung. Honig archiviert die Zusammensetzung einer Landschaft zu einem bestimmten Zeitpunkt – die manchmal bereits verschwunden ist, bevor sie unseren Gaumen erreicht.
Die Verkostung von Honig ist daher vergleichbar mit dem Verzehr eines süßen Stücks Geschichte. Dabei ist Honig nicht immer so süß, wie es auf den ersten Blick erscheint. Manche, mit Bienen verbundenen Erinnerungen, können sogar recht schmerzhaft sein.
Wir laden alle Kinder und Erwachsenen zu unserer Honigwerkstatt ein: Auf spielerische Weise lassen wir Erinnerungen durch verschiedene Sinne wieder aufleben. Es wird eine Honigverkostung geben, eine Sound- und Videoinstallation und ein Honig-Memory-Spiel.
Die Veranstaltung dient außerdem als Ausgangspunkt für eine Geschichten- und Erinnerungssammlung rund um das Thema Honig, die später in einer kleinen Imkereizeitschrift namens Apian Gazette veröffentlicht wird.
Mit Aladin Borioli, Lisa Ertl und Erika Mayr.