Die Organisation widersetzt sich dem Extraktivismus und fördert alternative Entwicklungs- und Kulturmodelle, die in der Weltanschauung der Lenca verwurzelt sind: kollektive Fürsorge, territoriale Autonomie und Gegenseitigkeit. Die Organisation erkennt an, dass wirtschaftliche Abhängigkeit Frauen oft in Situationen von Gewalt und Ungleichheit bringt, insbesondere wenn sie keinen Zugang zu Land, Unternehmen und finanzieller Unabhängigkeit haben. Deshalb engagiert sich MURILPAZ aktiv für bessere Bildungsmöglichkeiten sowie Führungs- und Entscheidungsperspektiven von Frauen auf kommunaler und institutioneller Ebene.

 

Da die Lenca-Frauen seit jeher als Hüterinnen des Wissens, Forscherinnen, Heilerinnen und Schöpferinnen gelten, strebt die Gruppe die Einrichtung eines kulturellen und Wissenszentrums für die Gemeinschaft an. In diesem Zentrum soll sich alles um die Wiederbelebung der Lenca-Identität als lebendiges, dynamisches Wissenssystem drehen. Zu den Prioritäten gehören Permakultur, die Rückgewinnung einheimischer Saatgutarten, die Stärkung lokaler und regionaler Märkte sowie die Förderung der Zusammenarbeit mit Forscher*innen, Künstler*innen, Designer*innen und jungen Menschen.

 

Während des Workshops werden Donatila Girón und Felicita López die traditionelle Methode der Tortilla-Herstellung von Hand mit den Teilnehmer*innen teilen. Im Anschluss findet ein Gespräch statt, in dem auf der Grundlage jahrelanger Praxiserfahrung über traditionelles Saatgut, lokale Ernährungssysteme, von Frauen geführte Agrarökologie, Klimagerechtigkeit aus Indigener Perspektive sowie den Aufbau von Solidarität und Forschungskooperationen diskutiert wird.

 

Bitte schreibt eine Mail an participate@spore-initiative.org mit einer kurzen Beschreibung eurer Motivation und eures Hintergrundes.   
 
Bitte lasst uns auch wissen, wenn ihr eine zusätzliche Übersetzung ins Deutsche benötigt.