Book cover from OYNÏK
Julio Cúmez mit Catafixia Editorial

Cúmez stammt aus Chixot (Comalapa), einem der vielen Orte in Guatemala, die vom Bürgerkrieg schwer getroffen wurden. Der Krieg forderte Tausende Tote, viele Menschen wurden vertrieben und andere gelten bis heute als verschwunden. Zurück blieb eine Kultur des Schweigens. In seinem Gedichtband Oyonïk kreist Cúmez um einen zeremoniellen Ruf an jene, die fern ihres Territoriums leben. Er schreibt darin auch über seine eigene Migration in die Stadt und verknüpft guatemaltekische Praktiken des Erinnerns und des Widerstands mit der Frage, wie Sprache Gewalt benennen und verwandeln kann.

 

Der Abend beginnt mit einem Gespräch über Oyonïk. Danach geht es hinaus in den Friedhofsgarten, wo weitere Gedichte gelesen werden. Eingeladene Gäste haben dort die Möglichkeit, eigene Texte vorzustellen, sodass ein gemeinsamer Raum für Lesungen und Austausch entsteht.

 

Im Gespräch und beim gemeinsamen Lesen geht es darum, was Poesie gegen das Schweigen ausrichten kann und wie sie Erinnerungen und Stimmen über Grenzen hinweg trägt. Dabei finden auch Erfahrungen von Vertreibung in Berlin einen Ort.

 

Alle sind herzlich willkommen, besonders Menschen mit Migrations- oder Vertreibungserfahrung sowie alle, die sich für Poesie, Erinnerung und die Frage interessieren, wie Geschichten über Grenzen hinweg weitergegeben werden.

 

Die Veranstaltung findet auf Spanisch mit englischer Übersetzung statt.