Dreams of Ayn Ara
Buchvorstellung und Gesprächsrunde mit Sara Abou Ghazal, Rana Issa und Katharine Halls18.00-20.00
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Für Erwachsene
auf Englisch
Die palästinensische Schriftstellerin Sara Abou Ghazal erzählt in ihrem neuen Roman Dreams of Ayn Ara von der Familie Abu Sukkar, die es nach der Nakba von 1948 in alle Welt und durch die Zeiten verstreut. Damals mussten rund 750.000 Palästinenser*innen fliehen oder wurden aus ihrem Zuhause vertrieben. Die Hoffnung der Abu Sukkars auf ein ganz gewöhnliches Leben zerschellt immer wieder an falschen Freund*innen, an neuer Gewalt und an Erinnerungen, die so lebendig sind, dass sie sich nicht in die Vergangenheit verbannen lassen. Der Roman steigert sich zu einem surrealen Crescendo und entwirft das Bild einer kosmischen Erschütterung, in der der zionistische Siedlerkolonialismus den Palästinenser*innen nicht nur eine Heimat, sondern auch eine Zukunft verweigert.
Ein Juwel von einem Buch, wild und zärtlich, niederschmetternd und berauschend auf einen Schlag … Abou Ghazal legt die ganze Tragik und Erhabenheit palästinensischen Lebens an seinem Siedepunkt offen – ein Aufbegehren zugleich gegen und für die Welt in ihrer Gesamtheit.
– Nasser Abourahme, Autor von The Time Beneath the Concrete
Mit einer Buchpremiere feiern wir Abou Ghazals erstes Buch auf Englisch, das Katharine Halls aus dem Arabischen übersetzt hat und das bei Feminist Press in Nordamerika und Mercier Press in Irland erschienen ist. Im Gespräch mit der Autorin und Wissenschaftlerin Rana Issa stellen Sara Abou Ghazal und ihre Übersetzerin den Roman vor. Issas eigenes Memoir über ihr Aufwachsen in der palästinensischen Diaspora im Libanon ist in diesem Jahr auf Arabisch herausgekommen.
Die Veranstaltung gehört zur lose konzipierten Reihe. Sie stellt aufregende Literatur aus Palästina und darüber hinaus vor, die radikal über mögliche Zukünfte zwischen Jordan und Mittelmeer nachdenkt. Bisher war die Reihe im Roten Salon der Volksbühne zu Gast.
Der Veranstaltungstext lehnt sich in Teilen an den Verlagstext an.