Die Natur hat Rechte! Was, wenn wir das ernst nehmen?
Ein Gespräch mit Alberto Acosta und Enrique Viale, musikalisch begleitet vom Grupo Sal Duo18.30-20.30
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Für Kinder und Erwachsene
auf Deutsch/auf Spanisch
Was wäre, wenn ein Fluss vor Gericht ziehen könnte? Wenn ein Wald nicht nur geschützt würde, weil wir Menschen ihn brauchen, sondern weil er selbst ein Recht darauf hat, zu existieren? Was wie ein Gedankenspiel klingt, hat Ecuador 2008 als erstes Land der Welt in seiner Verfassung verankert.
Anlässlich der deutschen Ausgabe ihres Buchs Die Rechte der Natur: Fundament einer anderen Gesellschaft diskutieren der ecuadorianische Ökonom Alberto Acosta und der argentinische Umweltanwalt Enrique Viale über Pachamama und Buen Vivir, über Extraktivismus und über eine radikale Idee: Natur nicht länger nur als Ressource, sondern als Rechtssubjekt zu begreifen. Acosta hat als Präsident der Verfassunggebenden Versammlung die ecuadorianische Verfassung maßgeblich mitgestaltet, und beide sind Richter am Internationalen Tribunal für die Rechte der Natur.
In ihrem Buch fragen sie, warum wir es normal finden, dass Konzerne Rechte haben und einklagen können, während uns dieselbe Vorstellung bei der Natur, von der unser Leben abhängt, absurd erscheint. Die Wurzeln dieses Denkens, das die Natur zum Rohstofflager und zur Müllhalde eines endlosen Wachstums auf einem endlichen Planeten macht, reichen bis zur Kolonisierung Amerikas und noch weiter zurück.
Keine klassische Buchvorstellung also, sondern ein politisch-musikalischer Abend über Recht, Natur und Macht – und die Möglichkeit einer anderen Zukunft. Musikalisch begleitet ihn das Grupo Sal Duo.
Eine Veranstaltung des Lateinamerika-Forums Berlin e.V. in Kooperation mit Grupo Sal.