Kunst und Theorie heute
Launch von e-flux Index #919.00-21.00
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für Erwachsene
auf Englisch
In den vergangenen fünfzig Jahren hat die Theorie die Bedingungen künstlerischen Schaffens grundlegend verändert: die Art, wie Künstler*innen ausgebildet werden, wie sie arbeiten, wie Kurator*innen denken, wie Ausstellungen konzipiert werden, wie Institutionen ihre Leitbilder formulieren und wie die Kunstkritik ästhetische Wert vermittelt. Dabei ist Theorie kein externes Korpus abstrakter Ideen, das der Kunst von außen aufgezwungen wird. Theorie und künstlerische Praxis haben sich historisch gemeinsam entwickelt und dabei einander wechselseitig verändert – eingebettet in die materielle und institutionelle Organisation des Feldes. Welchen Stellenwert nimmt die Theorie in der Kunst heute ein?
Wir leben in einer Zeit, die von Krieg, Vertreibung, ökologischem Kollaps und wachsendem politischem Backlash geprägt ist. Was kann die Theorie unter diesen Bedingungen leisten? Bietet sie noch immer Werkzeuge zum Verstehen und Handeln? Wie beeinflusst sie die künstlerische Praxis, und wie wird sie durch diese verändert? Ist sie zu einer Fachsprache geworden, die sich zunehmend von gelebter Erfahrung entfernt? Und welche Formen des Wissens kann die Kunst hervorbringen, die der Theorie allein verschlossen bleiben?
In diesem Gespräch kommen Künstler*innen, Autor*innen und Herausgeber*innen zusammen, deren Arbeit Theorie als etwas begreift, das durch künstlerische Praxis genutzt, erprobt, hinterfragt und transformiert wird.
Die Veranstaltung findet anlässlich der Veröffentlichung von der 9. Ausgabe von e-flux Index statt, die sich der aktuellen Beziehung zwischen Kunst und Theorie widmet.
Gesprächsteilnehmer*innen sind Hiwa K, Oraib Toukan, Sung Tieu, Elena Vogman, Ben Eastham, Hallie Ayres, George MacBeth und Anton Vidokle.