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Jüdische Stimme

Dieser Science-Fiction-Dokumentarfilm erzählt die vielfältigen Vergangenheiten, Gegenwarten und Zukünfte der Stadt Lyd in Palästina/Israel. Aus der Perspektive der Stadt selbst, mit der Stimme der palästinensischen Schauspielerin Maisa Abd Elhadi, werden die Zuschauer*innen durch die Lebensspanne einer fünftausend Jahre alten Stadt und ihrer Bewohner*innen geführt.

 

Lyd war einst ein blühendes palästinensisches Zentrum mit einer reichen Geschichte. Im Jahr 636 n. Chr. galt sie sogar als erste Hauptstadt Palästinas. Mit der Staatsgründung Israels 1948 wurde Lyd zu einer israelischen Stadt und in diesem Prozess wurden Hunderte palästinensische Einwohner*innen von israelischen Streitkräften getötet und die meisten der 50.000 palästinensischen Einwohner*innen  vertrieben. Heute hat die Stadt eine jüdisch-israelische Mehrheit und eine palästinensische Minderheit, sie ist unterfinanziert und durch Rassismus und Gewalt gespalten.

 

Für die Palästinenser*innen ist Lyds Geschichte ein schmerzhafter und tragischer Ruin. Deshalb wagt der Film die Frage: Wie würde die Stadt aussehen, wenn es nie zur israelischen Besetzung Lyds gekommen wäre?

 

Nach dem Film betrachtet ein Panel mit Orwa Switat, Himmat Zoubi und Moderatorin Tyme Khleifi das soziale Gefüge sogenannter gemischter Städte in Palästina/Israel, ihre Biopolitik und Fragen zu Enteignung, Vertreibung, Überschreibung sowie kollektive und persönliche Erinnerung.