Selbstbestimmung statt Ausbeutung!
Ein Community-Wochenende mit Gesprächen, Filmen und Workshops zu migrantischer Selbstorganisation in der Landwirtschaft17.30-21.15
14.00-22.00
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für Erwachsene
auf Spanisch/auf Englisch/auf Französisch/auf Italienisch/with live translation
Zwischen dem 20. und dem 21. Juni werden diverse Gruppen bei Spore zusammenkommen, um sich über ihre Arbeit auszutauschen, die gegen die Ausbeutung migrantischer Arbeit und für gerechtere Arbeitsbedingungen einsteht.
An diesem Community-Exchange-Wochenende sind unter anderem die Association A4 beteiligt, die sich in Frankreich für Menschen mit und ohne rechtliche Dokumente für selbstbestimmte Arbeit in Landwirtschaft und Handwerk einsetzen; das Projekt Sfrutta Zero aus Süditalien, das Migrant*innen und Nichtmigrant*innen zusammenbringt, um ausbeutungsfreie Tomatensauce herzustellen; TopManta, eine von der Gewerkschaft der Straßenverkäufer*innen in Barcelona gegründete solidarische Modemarke; Goundo Kamissoko Niakhaté, Mitbegründerin der Landwirtschaftskooperative Somankidi bei Kayes und Präsidentin der Federation of the rural women of Mali (FENAFER), sowie landwirtschaftliche BIPOC-Initiativen aus Brandenburg und organisierte Essenslieferant*innen aus Berlin.
In Europa arbeiten weiterhin Zehntausende von Migrant*innen unter ausbeuterischen und teils sklavenähnlichen Bedingungen. Sie haben keine Rechte, sind sexueller Gewalt ausgesetzt und haben keinen Schutz vor Unfällen und Vergiftungen. Vor diesem Hintergrund werden sich dieses WochenendeAktivist*innen, Bäuer*innen, Unterstützer*innen und Initiativen aus der Landwirtschaft und verbundenen Bereichen treffen, um Ansätze der Selbstbestimmung in den Vordergrund zu stellen. Sie werden Erfahrungen und Wissen zu ökonomischer Unabhängigkeit migrantischer Arbeit, diasporischen Unterstützungsstrukturen und emanzipatorischen Formen der Solidarität austauschen.
Den Auftakt des Wochenendes bildet ein öffentliches Gespräch mit Vertreter*innen der Gastgruppen, gefolgt von einer Filmvorführung von „Xaraasi Xanne“ (Crossing Voices) über die von westafrikanischen Wanderarbeiter*innen gegründete landwirtschaftliche Genossenschaft Somankidi Coura.
Der Samstag ist dem Austausch zwischen den Gastgruppen gewidmet. Am Sonntag, dem Tag der Sommersonnenwende, laden wir alle Interessierten zu einem geselligen Tag mit Austausch, Workshops, gemeinsamen Essen und Geschichten ein.
Samstag, 20. Juni
17:30 – 18:30 Uhr
Gespräch mit der Association A4 und Goundo Kamissoko, Protagonistin des Films „Xaraasi Xanne“, Mitbegründer der Genossenschaft Somankidi Coura und Präsident der FENAFER in Mali.
18:45 – 20:45 Uhr
Screening: Xaraasi Xanne (Crossing Voices), ein Film von Raphaël Grisey & Bouba Touré
Anhand seltener Film-, Foto- und Tonarchive erzählt Xaraasi Xanne (Crossing Voices) das beispielhafte Abenteuer von Somankidi Coura, einer landwirtschaftlichen Genossenschaft, die 1977 in Mali von westafrikanischen Gastarbeiter*innen gegründet wurde, die in Arbeiterwohnungen in Frankreich lebten. Die Geschichte dieser unwahrscheinlichen, panafrikanischen Rückkehr in die Heimat folgt einem gewundenen Weg, der durch die ökologischen Herausforderungen und Konflikte auf dem afrikanischen und europäischen Kontinent von den 1970er Jahren bis heute führt. Weitere Informationen hier.
20:45 – 21:15 Uhr
Abschlussrunde
Sonntag, 21. Juni
Für die Teilnahme am Sonntagsprogramm, inklusive der Workshops und des Abendessens, bitten wir euch, euch über folgendes Formular anzumelden: Anmeldung zum Community-Event
14:00 – 15:00 Uhr
Öffentliche Präsentation von associationA4, Projekt SfruttaZero, TopManta und weiteren beitragenden Initiativen.
15:15 – 19:00 Uhr
Öffentliche Workshops der verschiedenen beitragenden Gruppen und gemeinsame Präsentation der Workshop-Ergebnisse.
19:00 – 22:00 Uhr
Gemeinsames Abendessen, gekocht von Antifacist Curries.