Aufbauend auf diesem Ansatz wird Teran eine Reihe von vier miteinander verbundenen Treffen im Garten der Spore Initiative leiten. Jedes Treffen ist um eine praktische Technik herum strukturiert und führt die Teilnehmer*innen in Fermentations- und Kompostierungsmethoden ein, wie sie in der natürlichen Landwirtschaft verwendet werden. Unter Verwendung lokal verfügbarer Zutaten wie Pflanzen in verschiedenen Wachstumsstadien, organischen Stoffen, Regenwasser, Erde und einheimischen Mikroorganismen werden die Teilnehmer*innen gemeinsam Bodenverbesserungsmittel herstellen, die die mikrobielle Aktivität und ein gesundes Pflanzenwachstum fördern. Durch diese gemeinsamen Praktiken wird auch Raum geschaffen, um ökologische Trauer anzuerkennen und die Emotionen anzusprechen, die durch die enge Auseinandersetzung mit geschädigten und sich verändernden Umgebungen entstehen.  

 

Die Reihe wird am 5. Juli mit Fermentierende Resilienz fortgesetzt. Im Rahmen dieses Workshops erstellen wir Soft Scores, indem wir geerntetern Knoblauch zur Zubereitung von „Oriental Herbal Nutrient“ (OHN) verwenden. OHN ist ein wichtiger Bestandteil der Naturlandwirtschaft. Es wird aus Kräutern wie Knoblauch, Ingwer, Angelica acutiloba, Süßholz und Zimt hergestellt und stärkt die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen, während es ihr Wachstum belebt und aktiviert. Diese „Soft Score“-Aktion wird auch eine Meditation darüber sein, wie wir angesichts von Klima- und Umweltkrisen kollektive Widerstandsfähigkeit stärken können. 
 

Jede Sitzung dieser Reihe legt den Schwerpunkt auf Arten des Zuhörens und Reagierens, die von Fürsorge geprägt sind – sowohl für das Land als auch füreinander.  Die Teilnehmenden sind eingeladen zu beobachten, was wächst, was erntereif ist, was Unterstützung braucht und was abstirbt. Zu erwarten sind die Auseinandersetzung mit Materialien und deren Verwandlung, das Ernten und Kochen, Rezepte für Menschen und Boden, die gemeinsame Auseinandersetzung mit den täglichen Nachrichten, Reflexionsfragen, Erkundungsspaziergänge und andere Formen des kollektiven Handelns. 

 

Die durch diese Zusammenkünfte gewonnenen Erkenntnisse und Praktiken werden als Soft Scores dokumentiert: flexible Anleitungen oder Leitfäden für kollektives Handeln. Diese Partituren werden in unseren Raum für Erfahrungsaustausch Zeiten bündeln aufgenommen. Die Soft Scores sind so konzipiert, dass sie auf die sich entwickelnde Dynamik der Beteiligten – darunter Menschen, Pflanzen und andere nicht-menschliche Teilnehmer*innen – reagieren.    

 

Bei unserer dritten Sitzung im September liegt der Schwerpunkt auf der Kultivierung und Zubereitung Indigener Mikroorganismen, ohne sie zu überkochen. Im Oktober, nachdem der Boden durch Regen feucht geworden ist, endet die Reihe mit einem öffentlichen Treffen und einer Präsentation. Die Besucher*innen werden Bodenverbesserungsmittel im Garten der Spore Initiative verteilen. Diese Mittel werden die mikrobielle Aktivität ankurbeln, um die nächste Vegetationsperiode vorzubereiten.
 

Dieser Workshop ist Teil der Reihe Planting Communities – Lernen zu wachsen, lernen zu trauern