Küchengespräche
Buchvorstellung unserer Sammlung von Geschichten rund um die Küche als Raum der Gemeinschaft, der Politik und des guten Lebens13.00-15.00
Termin speichern
Für Kinder und Erwachsene
auf Deutsch/auf Spanisch/auf Englisch
Seit letztem Sommer organisieren wir in der Gartenküche von Spore die Küchengespräche, eine Reihe mit ganz unterschiedlichen Beiträgen zur Küche als politischem Raum. Dabei haben wir begonnen, die Geschichten zu sammeln, die beim gemeinsamen Kochen entstanden sind. Sie verbinden uns mit verschiedenen Regionen, Geschmäckern und Lebensweisen; sie erzählen von Gewalt, Zerstörung und Vertreibung, aber auch von Fürsorge, Erinnerung, Gemeinschaft, Geselligkeit und anderen Wegen, Welten zu gestalten.
Dieses Bild ist Teil des Buches Kitchen Talks, eines Projekts, das die Erfahrungen von Kollektiven und Einzelpersonen zusammenführt, die sich mit der Küche als politischem Raum auseinandersetzen. Das Bild ist Teil einer visuellen Sequenz, die den Kreislauf der Lebensmittel von der Aussaat und dem Anbau bis hin zur Zubereitung nachzeichnet. Im Verlauf dieser Sequenz entfaltet sich die Beziehung zwischen Lebensmitteln und Territorium. Dabei wird deutlich, wie eng der Ursprung, die Produktion und die Verarbeitung von Lebensmitteln mit der Identität, dem kollektiven Gedächtnis und den kulturellen Praktiken der Gemeinschaften verbunden sind.
Aus diesem Prozess ist auch das Design-Kollektiv Trama (Marcela Rodriguez Castañeda, Katherine R. García und Angie Tatiana Bautista Forero) hervorgegangen, das aus den Geschichten ein wunderschönes Archiv in Form eines Leporellos gestaltet hat. Wir möchten zeigen, wie diese Sammlung entstanden ist und wie sie gestaltet wurde. Sie versammelt unter anderem Beiträge über die Tradition des Itacate in Oaxaca, das Za’atar einer Tante im Libanon, die Milpa-Anbaumethoden der Kaqchikel-Maya in Guatemala, das Acarajé und die Selbstermächtigung afrobrasilianischer Frauen in Berlin, den Kampf um Ernährungssouveränität in Palästina, die queere Neuinterpretation traditioneller kasachischer Gerichte, den „sauren Geschmack“ einer Kindheit in der Ostukraine, Kuchenbasare für Kurdistan sowie Fermentationsworkshops in Maya-Communities in Yucatán.
Es gibt natürlich auch eine Kleinigkeit zu essen. Bring gern auch selbst etwas mit, wenn du magst.