Die Bilderbuchreise: Wochenendseminare
Fortbildungen für Lehrkräfte, Lehramtsstudierende und politische Bildner*innen15.00-18.00
11.00-18.00
Termin speichern
Für Erwachsene
auf Deutsch
Die „Bilderbuchreise" ist ein Bildungsprojekt der Spore Initiative. Ziel ist es, Lehrkräfte und Schüler*innen durch Workshops, die auf Bilderbüchern basieren, zum Nachdenken über Kinderliteratur und die in der Schule vermittelten Inhalte anzuregen.
Seit zwei Jahren arbeitet die Spore Initiative mit Lehrkräften und Schulen zusammen, um durch Begegnungen auf der Grundlage von Bilderbüchern aus verschiedenen Teilen der Welt den Dialog über wichtige Themen wie Rassismus, Klassismus, ökologische Gerechtigkeit, Bevormundung und Ästhetik zu fördern. Die kostenlosen Workshops umfassen Fortbildungen für Lehrkräfte, Workshops mit Grund- und weiterführenden Schulen sowie Veranstaltungen für die breite Öffentlichkeit. Das Bilderbuch ist ein Werkzeug, das Gespräche und Reflexionen über unsere Sichtweisen und Perspektiven als Pädagog*innen anregt. Wir von der Spore Initiative möchten ein Netzwerk von Pädagog*innen aufbauen, das diesen Dialog fördert und aufrechterhält. Zu diesem Zweck haben wir Bücher aus verschiedenen Regionen der Welt für unsere Bibliothek ausgewählt und bieten eine Plattform für Begegnungen an.
Wir laden Sie daher herzlich ein, am 11. und 12. September 2026 an einem dieser Treffen teilzunehmen.
Wir haben ein Programm mit vielfältigen Aktivitäten zusammengestellt, von denen einige eher theoretischer Natur sind, andere wiederum kreativer. Sie alle verfolgen dasselbe Ziel: den Weg für ein neues Netzwerk von Pädagog*innen zu ebnen und den Einsatz von Bilderbüchern als soziales Instrument zu stärken.
Eine Anmeldung ist erforderlich unter folgender E-Mail-Adresse: mariela.n@spore-initiative.org
Programm
11. September, 15–17 Uhr
Die Gebäude, in denen wir leben: Bilderbücher, die Natur und Gebäude verbinden
Ein Workshop für Menschen, die mit Kindern arbeiten, darunter Erzieher*innen, Grundschullehrer*innen und Bildungsmultiplikator*innen.
Wir sind von Gebäuden umgeben. Wir leben, lernen und schlafen in ihnen. Doch was haben diese Gebäude mit der Natur und dem Klimawandel zu tun? Und welche Rolle spielen sie in der Lebenswelt und den Zukunftsvisionen von Kindern?
Gemeinsam werden wir über diese komplexen Fragen reflektieren und dabei kreative Ideen und Visionen entwickeln. Wir werden Bilderbücher, Geschichten und Narrative aus dem Globalen Süden besprechen, die sich mit dem Thema „Häuser, Gebäude, Architektur" beschäftigen.
Die Fortbildung findet in Zusammenarbeit mit We-Building e.V. statt.
Das Seminar wird von Katharina Maisch geleitet und findet auf Deutsch statt.
We-Building e.V. arbeitet seit 2015 in Bauprojekten der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit und seit 2018 als Bildungsakteur an Schulen in Berlin. Aufbauend auf diesen Erfahrungen bietet der Workshop einen Einblick in die Bedeutung des Bau- und Gebäudesektors für eine nachhaltige Entwicklung. Zudem erkunden die Teilnehmenden anhand verschiedener Methoden, wie diese komplexen Zusammenhänge für Schüler*innen nicht nur zugänglich gemacht werden können, sondern auch einen Rahmen für Kreativität und Zukunftsvisionen bieten.
11. September, 17–18 Uhr
Die Bilderbuchreise: eine Einführung
Eine Einführung in das Projekt mit Mariela Nagle aus dem Team der Spore Initiative, mit einer kleinen Tour durch die Spore-Bibliothek.
12. September, 11–14 Uhr
Auf den Spuren des Widerstands gegen Rassismus
Eine Fortbildung für Lehrkräfte, Lehramtsstudierende und politische Bildner*innen.
Wie spreche ich mit Schüler*innen über den Zusammenhang zwischen Anti-Schwarzem Rassismus und Kolonialismus? Welche konkreten Beispiele gibt es für koloniale Kontinuitäten? Und wie sieht antikolonialer Widerstand aus?
In unserer Fortbildung sensibilisieren wir für Anti-Schwarzen Rassismus als Vermächtnis deutscher Kolonialgeschichte und beschäftigen uns mit unterschiedlichen Strategien des antikolonialen Widerstands. Gemeinsam erarbeiten wir Methoden, um mit Schüler*innen über Privilegien, Machtverhältnisse und demokratische Teilhabe ins Gespräch zu kommen.
Die Fortbildung findet in Zusammenarbeit mit INITIATIVE PERSPEKTIVWECHSEL e.V. statt, einem Verein für transkulturelle Begegnung und politische Bildung.
12. September, 11–13 Uhr
Kreatives Schreiben mit mehrsprachigen Bilderbüchern
Anhand einer Auswahl mehrsprachiger Bilderbücher lernen wir kreative Schreibmethoden kennen, die Kinder und Jugendliche dazu ermutigen, ihre sprachlichen Ressourcen einzubringen und eigene Geschichten zu entwickeln. Gemeinsam probieren wir niedrigschwellige Schreibimpulse aus, experimentieren mit Wörtern, Bildern und unterschiedlichen Sprachen und reflektieren, wie Mehrsprachigkeit als Stärke für kreatives Schreiben, Sprachentwicklung und Teilhabe genutzt werden kann. Die Teilnehmenden nehmen konkrete Methoden mit, die sich flexibel in Schule, Sprachförderung und kultureller Bildungsarbeit einsetzen lassen.
Der Workshop findet in Zusammenarbeit mit Lilipad e.V. statt, einem gemeinnützigen Träger für mehrsprachige Kinder- und Jugendbildung in Berlin. Lilipad entwickelt und betreibt Bibliotheks- und Erzählräume in Unterkünften sowie anderen nachbarschaftlichen Kontexten und schafft damit niedrigschwellige Zugänge zu Literatur und kultureller Bildung für Kinder und Familien mit Flucht- und Migrationserfahrung. Die Programme des Vereins verbinden Sprachbildung mit kreativen Methoden wie Storytelling, Schreiben und künstlerischer Praxis. Dabei arbeitet Lilipad community-basiert, traumasensibel und in enger Kooperation mit lokalen Partner*innen. Ziel dieser Arbeit ist es, Bildungszugänge gerechter zu gestalten und Räume zu stärken, in denen Kinder Selbstwirksamkeit und Zugehörigkeit erfahren können.
Katti Jisuk Seo arbeitet seit über fünfzehn Jahren in den Bereichen Prozessbegleitung, Coaching, Schreibmentoring, Training sowie Autor*innenschaft. Mit einem Hintergrund in Drehbuch, Literatur und intersektionaler Diversity-Arbeit entwickelt und leitet sie Workshops zu Kreativität, Empowerment, rassismuskritischer Perspektivenarbeit und diskriminierungssensibler Kommunikation, unter anderem im Kultur-, Film- und Bildungsbereich. Darüber hinaus arbeitet sie als Sensitivity Readerin und berät kreative Projekte zu Themen wie Rassismus, Machtverhältnissen, Diversität und feministischen Perspektiven.
12. September, 14–17 Uhr
Raum für ästhetische Erfahrungen
Ein Barcamp zum Kunstunterricht in der Grundschule, für Menschen, die mit Kindern arbeiten, darunter Erzieher*innen, Grundschullehrer*innen und Bildungsmultiplikator*innen. Für alle, die Kunstunterricht gestalten und weiterdenken möchten.
Wie kann Kunstunterricht Kinder wirklich erreichen? Welche Räume und Methoden fördern ästhetische Erfahrungen, und was funktioniert in der Praxis?
Dieses offene Fachformat lädt dazu ein, sich über ästhetische Praxis, Unterrichtsideen und Materialien auszutauschen. Die Teilnehmenden gestalten das Programm aktiv mit. In kleinen Runden können sie eigene Themen anstoßen, Materialien vorstellen oder Fragen zur Diskussion stellen. Alle Perspektiven sind willkommen, ob erste Ideen oder langjährige Erfahrung.
Sie müssen nichts mitbringen, können aber gern etwas einbringen: eine besonders gelungene Unterrichtsstunde, ein Material, das Sie begeistert hat, oder eine Frage, die Sie gern mit anderen diskutieren möchten.
Über das Projekt: Raum für ästhetische Erfahrungen ist ein Projekt im Aufbau, initiiert von Roya Bayat. Es beschäftigt sich mit der Gestaltung anregender Lernumgebungen im Kunstunterricht der Grundschule. Ziel ist es, kollegialen Austausch zu fördern, Impulse sichtbar zu machen und Räume zu schaffen, in denen Ideen wachsen können.
12. September, 17–18 Uhr
Zusammenfassung und Abschluss
Gemeinsamer Abschluss der beiden Tage, anschließend geselliges Beisammensein.