Das Recht als Erzählung und Werkzeug

 

Die Rechte der Natur sind weit mehr als bloße Paragrafen – sie sind Ausdruck eines radikal anderen Weltbildes. Gemeinsam mit der Journalistin und Autorin Elisabeth Weydt  tauchen wir tief in die Geschichten des Widerstands ein. Elisabeth begleitet die Kämpfe im Intag-Tal seit Jahren und weiß, dass es beides braucht: den Mut für neue Rechtsformen und die Hartnäckigkeit, bestehende Gesetze als Hebel gegen die Zerstörung einzusetzen.

 

In diesem Workshop arbeiten wir an drei Schwerpunkten:

 

Kosmovision & Storytelling:

Wie nutzen wir die Kraft der Erzählung und die Vision der Verbundenheit, um über bloße „Ressourcenschonung“ hinauszugehen?

Wir üben den Perspektivwechsel: Wie verändert sich unsere Sprache, wenn wir den Wald oder die Spree als Akteur*innen mit eigener Würde begreifen?

 

Strategischer Widerstand & Advocacy:

Oft wirkt das Recht wie eine verschlossene Tür. Wir fragen uns: Wie können wir bestehende Klagen und Bewegungen zivilgesellschaftlich unterstützen, ohne selbst vor Gericht stehen zu müssen? Wie bauen wir Druckmittel auf, wenn die „Accountability“ der Mächtigen fehlt?

 

Berlin-Check:

Welche Gesetze gibt es in Deutschland und der EU bereits, die wir in Schutzschilde verwandeln können? Wir entwerfen konkrete Ansätze für lokale Ökosysteme wie die Spree oder den Grunewald und verknüpfen bestehendes Umweltrecht mit der Vision der Naturrechte.

 

Dieser Workshop ist ein Raum für alle, die das „kollektive Wurzelsystem“ aktiv mitbauen wollen. Juristischen Vorkenntnisse sind nicht nötig! Falls ihr jedoch gerade selbst an Fällen arbeitet oder dies plant, seid ihr besonders herzlich willkommen.

 

Lasst uns gemeinsam lernen, wie wir das Recht aus einem Herrschaftsinstrument in ein Werkzeug der Befreiung verwandeln können.

 

Ihr könnt euch unter folgender Mailadresse für den Workshop anmelden: rootsofeverything@posteo.de