In dieser Etappe der Aftermath-Reihe wenden wir uns dem Nordkaukasus zu und der Frage, wie Künstler*innen dort heute Wissen sammeln und bewahren.

Handle with Care, Sochi, March 2026
Handle with Care, Sochi, March 2026

Programm

 

14:30–15:30 Uhr
Gespräch mit Lilit Matevosyan, Mila Khatsouk (Tsey) und Irina Denkmann darüber, wie sich adygische Erinnerung zurückgewinnen lässz und der Methologie, dem was im Verschwinden begriffen ist, eine Stimme zu geben. 
Auf Russisch und Englisch


15:30–16:30 Uhr
Filmvorführungen

 

"Dreams of Present" (2024),
Rusudan Mirobzalova

(Georgisch, Englisch)

 

Kletka ishchet ptitsu (Der Käfig sucht einen Vogel), 2023
Regie: Malika Musaeva
87 Min.
Tschetschenisch mit englischen Untertiteln

 


17:00–19:30 Uhr
Gespräch mit Malika Musaeva (angefragt), Rusudan Mirobsalova und Anna Malgina

auf Englisch

 

 

Als Teil einer weiter gefassten Praxis des sanften Widerstands bringt der Nachmittag die Diasporagemeinschaften Berlins, unter ihnen Indigene aus den Regionen Russlands sowie aus Georgien, Armenien, Kasachstan, Usbekistan und Kirgisistan, mit Stimmen zusammen, die zurückholen, was autoritäre Herrschaft unterdrückt hat, und das zu einer Zeit, in der die Isolation zwischen diesen Ländern rasant wächst. 


Handle with Care macht diesen diskursiven Zwischenstopp bei Spore aus einem gemeinsamen Beharren heraus, füreinander zu sorgen. Seinen Namen trägt das Projekt nach den Worten, die auf zerbrechliche Fracht gestempelt werden – eine Erinnerung daran, dass ohne Gewalt behandelt werden muss, was leicht zerbricht. Der Koffer läuft den Lieferketten zuwider, die Baumwolle aus Usbekistan, Uran aus Kasachstan und Kirgisistan, Öl und Gas aus der sowjetischen Peripherie hinausschaffen. Er entnimmt nichts, sondern wächst durch Einverständnis und Beziehung.

 

 

Dieses Projekt ist Teil von „Object Oriented Democracy", kuratiert und organisiert vom Kunstverein Mañana Bold e. V. mit Unterstützung der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026, die vom Land Hessen, der Stadt Frankfurt am Main und dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain gefördert wird.